In gewisser Weise könnten die Wuppertaler die 0:2-Niederlage beim SC Düsseldorf-West eigentlich hinnehmen und abhaken.

Wuppertaler SV

Katerstimmung nach Pleite Nummer fünf

13. April 2016, 23:23 Uhr
Foto: Michael Ketzer

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In gewisser Weise könnten die Wuppertaler die 0:2-Niederlage beim SC Düsseldorf-West eigentlich hinnehmen und abhaken.

Schließlich haben die Bergischen zuvor ihre Tabellenführung mit sechs Zu-Null-Siegen in Serie manifestiert. Wie groß die Anspannung bei den Wuppertalern dennoch ist, zeigte sich aber nach Abpfiff der schwachen Leistung in der Landeshauptstadt: So suchte kein Spieler der Rot-Blauen den Kontakt mit den Pressevertretern. WSV-Coach Stefan Vollmerhausen begründet warum: "Ich habe den Jungs gesagt, dass sie duschen gehen, das Spiel sacken lassen und nach Hause fahren sollen. Dann können wir morgen in Ruhe analysieren, was schief gelaufen ist."

Gerade mit den erfahrenen Spielern bin ich in keinster Art und Weise zufrieden gewesen
Stefan Vollmerhausen

Zum einen dürften das auf jeden Fall die Art und Weise sein, wie die Wuppertaler die Gegentore kassiert haben. Vor dem direkt verwandelten Freistoß durch Wests Dennis Ordelheide, der zwar gut geschossen, aber dennoch auch zu verteidigen war, schubst Lukas Fedler seinen Gegenspieler Shunya Hashimoto einfach um. Beim Konter zum 0:2 kommt Fabian Stutz auf der Außenbahn blank an den Ball, kann auf Wickl zuziehen und quer auf den ebenfalls freien Ryutaro Omote spielen.

"Gerade mit den erfahrenen Spielern bin ich in keinster Art und Weise zufrieden gewesen", erklärte Vollmerhausen. "Ich kann den Jungs nicht vorwerfen, nicht alles reingeworfen zu haben. Andererseits ist bei uns qualitativ auch einiges gefragt. Wir hatten enorme Probleme in der Passqualität, auch im Spielaufbau wollten wir eigentlich alles anders machen." Letztendlich blieb Vollmerhausen deshalb auch nichts anderes übrig, als dem taktisch sehr gut eingestellten Gegner zu gratulieren: "Es ist schon glücklich gewesen, aber es ist dennoch ein verdienter Sieg für den SC West."

Bei den Linksrheinischen hatte Coach Marcus John in die taktische Trickkiste gegriffen und auf ein 4-3-2-1-System mit drei Sechsern gesetzt. Ein Schachzug, der sich als goldrichtig bewahrheiten sollte, schließlich fanden die Rot-Blauen durch das kompakte Düsseldorfer Zentrum kein Durchkommen und wurden höchstens über Flanken gefährlich. "Wir wollten unbedingt unser Zentrum stärken, um mehr zweite Bälle zu gewinnen", erklärte der ehemalige Jugendcoach von Borussia Mönchengladbach die Ausrichtungsmaßnahme. "Das hat jetzt gut geklappt, aber es war auch gegnerspezifisch. Gegen TuRU müssen wir wieder anders auftreten."

Die Oberkassler, die damit als bisher einziges Team den WSV in beiden Aufeinandertreffen schlagen konnten, kletterten durch den Sieg auf den neunten Tabellenrang, der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz beträgt immer noch sieben Punkte. Der Vorsprung des WSV auf den KFC Uerdingen ist derweil auf zwölf Punkte geschrumpft. Sie treffen nun auf den Uerdinger Stadtrivalen VfR Fischeln.

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