Der Blumenstrauß für das 100. Oberliga-Spiel im Dress des TV Jahn ist noch nicht lange verwelkt. Im Heimspiel gegen Ratingen feierte Kevin Kolberg sein Jubiläum.

Jahn Hiesfeld

Kolberg strebt das nächste Jubiläum an

Timo Kiwitz
09. April 2016, 11:05 Uhr

Der Blumenstrauß für das 100. Oberliga-Spiel im Dress des TV Jahn ist noch nicht lange verwelkt. Im Heimspiel gegen Ratingen feierte Kevin Kolberg sein Jubiläum.

Aktuell kann sich einer der dienstältesten Akteure des Hiesfelder Fußball-Oberligisten sehr gut vorstellen, noch einmal 100 Partien in lila-weiß zu bestreiten. Mit Kolberg hat eine weitere Stammkraft für die kommende Spielzeit zugesagt. „Es läuft momentan alles richtig gut hier. Wir haben uns in der Rückrunde geil zusammengerauft. Wenn jetzt auch noch die letzten Spieler aus dem aktuellen Kader verlängern, können wir wirklich optimistisch in die Zukunft blicken“, sagt der 25-Jährige vor dem wichtigen Heimspiel gegen den VfB 03 Hilden (Sonntag, 15 Uhr).

„In Wuppertal darf man verlieren, aber auf die Leistung, die wir dort gezeigt haben, können wir definitiv aufbauen. Die Spiele, die wir gewinnen müssen, kommen jetzt. Wie am Sonntag gegen Hilden“, sagt der Außenverteidiger. „Wieder sofort in die Zweikämpfe kommen, dann die spielerische Klasse ausspielen und auf jeden Fall nicht weniger investieren“ – so lautet Kolbergs Erfolgsrezept, um sich möglichst schnell weiter für die guten Auftritte der letzten Zeit zu belohnen und sich noch deutlicher von den Abstiegsrängen abzusetzen. Der frühere Oberhausener, der auch schon zum RWO-Profikader gehörte, spielt selbst seit Wochen richtig stark, will das aber nicht überbewerten: „Erstens darf ich diese Leistungen von mir auch erwarten, zumal ich zuletzt nicht mehr verletzt war und privat nach Bauphase und Ausbildung wieder Ruhe eingekehrt ist, zweitens lässt die Mannschaft einen auch gut aussehen“, findet der Brandmeister bei der Feuerwehr, der in Hiesfeld nur „Kolle“ gerufen wird.

Trainer Thomas Drotboom ist für die Partie gegen Hilden mindestens genauso optimistisch wie sein Standardspezialist, betont aber gleichzeitig: „Es kann nur funktionieren, wenn wir mit der gleichen Energie und Leidenschaft daran gehen wie bei den letzten Spielen.“ Aus der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen Spitzenreiter Wuppertal arbeitete der Coach im gemeinsamen Rückblick vor allem die vielen positiven Aspekte heraus. Unter der Woche habe die Mannschaft dann wieder mit „ganz viel Feuer“ trainiert.

Personell sieht es weiterhin ganz gut aus. Dennis Slowinski fehlt als Taufpate zwar privat verhindert und Maurice Hörter war unter der Woche leicht verschnupft, ansonsten macht der Kader Drotboom aber keine Sorgen. Auch Gino Mastrolonardo, der am Donnerstag ein leichtes Ziehen verspürte und deshalb gestern sicherheitshalber nur locker laufen ging, gab schnell wieder Entwarnung. Drotboom: „Zum Glück. Ihn können wir im defensiven Mittelfeld zurzeit wirklich am allerwenigsten ersetzen.“

Autor: Timo Kiwitz

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