Dass der Abstand des VfL zu den drei Spitzenplätzen schon nach der Hinrunde realistisch betrachtet uneinholbar schien, „verdankte“ der VfL einer Serie von sieben Spielen ohne Sieg zum Ende der Hinrunde.

VfL Bochum

Gegen Frankfurt mit Wut im Bauch

07. April 2016, 11:07 Uhr
Foto: firo

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Dass der Abstand des VfL zu den drei Spitzenplätzen schon nach der Hinrunde realistisch betrachtet uneinholbar schien, „verdankte“ der VfL einer Serie von sieben Spielen ohne Sieg zum Ende der Hinrunde.

Die wohl ärgerlichste Niederlage dabei war das 2:3 beim FSV Frankfurt, das heute noch bei den Fans und vor allem bei den Beteiligten für Kopfschütteln sorgt. Ärgerlich, fahrlässig und schusselig, wie der VfL eine sichere 2:0-Führung verdaddelte und am Ende geschlagen vom Feld schlich. Felix Bastians: „Das ist einfach ärgerlich. Da haben wir am Samstag einiges gut zu machen.“ Ähnlich sieht das auch Kapitän Patrick Fabian: „Beim 2:0 hatten wir den Sieg schon in den Köpfen. Und so etwas rächt sich. Das ist unverzeihlich.“

Kein Wunder, dass das VfL-Team am Samstag beim Rückspiel hellwach und hoch konzentriert sein wird. Felix Bastians: „Die kämpfen ums Überleben, werden in Bochum alles reinwerfen, weil sie die Punkte dringend zum Klassenerhalt brauchen.“

Doch darauf will das VfL-Team keine Rücksicht nehmen und zeigen, dass nach dem verpassten Aufstieg die sechs verbleibenden Zweitliga-Begegnungen keinesfalls in einem lockeren „Auslaufen“ enden. Thomas Eisfeld: „Wir werden bis zum Saisonende jedes Spiel ernsthaft angehen. Das sind wir den Fans, dem Verein und uns selbst schuldig. Das muss unser Anspruch sein.“

Die Vorstände Christian Hochstätter und Wilken Engelbracht werden solche Worte gerne zur Kenntnis nehmen. Denn wie wichtig die letzten Zweitliga-Runden sind, lässt sich an einer Hand nicht zählen. Da geht es zunächst um die TV-Gelder, bei denen der VfL mit Platz vier oder fünf sich verbessern könnte. Da geht es auch darum, möglicherweise interessanten Spielern zu signalisieren, wie ernsthaft es dem VfL in der kommenden Spielzeit mit dem Aufstieg ist. Den Sponsoren könnte man vor Augen führen, dass es sich mehr denn je lohnt, den Klub als Werbepartner zu begleiten. Und letztlich könnte man mit Erfolgen bei den Fans werben und den Dauerkartenverkauf ankurbeln.

Bastians: „Wir denken momentan nicht an Urlaub, wir denken an Siege. Wir werden überhaupt nichts abschenken. Das sind wir dem Klub und auch den anderen Vereinen schuldig. Unser Motto kann nur sein: Vollgas geben und schauen, wie viele Punkte wir noch holen können.“ Kapitän Fabian fügt hinzu: „Ich denke, wir haben in dieser Saison bei unseren Anhängern viele Pluspunkte gesammelt. Das wollen und müssen wir fortsetzen. In den abgelaufenen Monaten hat die Mannschaft Charakter gezeigt und fußballerisch und läuferisch alles gegeben. Diesen guten Eindruck wollen wir nicht mehr zerstören.“

Und obwohl der Kapitän weiß, dass der FSV Frankfurt dem VfL in den vergangenen Spielzeiten oft in die Suppe gespuckt hat, blickt er dem Samstag optimistisch entgegen: „Es ist an der Zeit, sie zu schlagen und unseren Fans einen Heimsieg zu präsentieren.“

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