Neben dem Abgang von Marvin Ellmann und der Suspendierung von Aleksander Pranjes mussten die WSV-Fans auf der JHV eine weitere bittere Pille schlucken.

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Raubüberfall kostet Klub Hiesfeld-Einnahmen

Krystian Wozniak
05. April 2016, 15:44 Uhr

Neben dem Abgang von Marvin Ellmann und der Suspendierung von Aleksander Pranjes mussten die WSV-Fans auf der JHV eine weitere bittere Pille schlucken.

Auf der JHV wurde bekannt, dass die Einnahmen aus dem letzten Heimspiel gegen den TV Jahn Hiesfeld (1:0), das rund 2700 Zuschauer besuchten, nicht mehr da seien. Warum? Verwaltungsrat Marcus Harzen wurde am Montagmorgen um 5.40 Uhr im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses am Sedansberg überfallen. "Ich möchte mich dazu gar nicht äußern. Es ist schon schlimm genug, was da passiert ist", sagte ein schockierter Sportdirektor Manuel Bölstler auf RS-Nachfrage.

Nach Aussagen des Opfers Harzen soll dieser zur besagten Tatzeit mit einem Knüppel zu Boden niedergeschlagen worden sein und der Dieb machte sich mit rund 17.000 Euro aus dem Staub. Diese Summe sollte Harzen nach Vereinsangaben am Montag in seiner Pause im Büro auf die Bank bringen. "Das war so geplant und ist auch in den letzten Wochen so gehandhabt worden", erklärt Alexander Eichner, Vorstandsvorsitzender des WSV, gegenüber dieser Redaktion. Ich muss hier betonen, dass so etwas leider im Leben passiert. Wir werden die 17.000 Euro schon überleben. Wichtig ist, dass Marcus Harzen bis auf eine kleine Wunde am Kopf nichts passiert ist. Er ist wohl auf und steht noch immer unter Schock. Er macht sich die größten Vorwürfe, das können Sie mir glauben."

Bis dato gab es beim WSV keinen Sicherheitsdienst, der dafür verantwortlich war, die Spieltags-Einnahmen zur Bank zu bringen. Das wird sich in Zukunft laut Eichner ändern: "Es gab auch in der Regionalliga noch Zeiten, da waren 300 oder 700 Zuschauer im Stadion. Da kann man ja keine Sicherheitsfirma beauftragen. Jetzt werden wir aber gewiss unsere Lehren daraus ziehen." Bleibt die Frage: Woher der Täter von Harzens Wohnort sowie Plänen um 5.40 Uhr am Montagmorgen wusste. Eichner: Diese Fragen sind Bestandteil der aktuellen Ermittlungen. Mehr möchte ich dazu nicht mehr sagen. Wir stehen alle unter Schock und sind nur froh, dass es für Marcus Harzen so glimpflich ausgegangen ist. Das hätte viel schlimmer enden können."

Die Wuppertaler Polizei ermittelt nach dem Täter: Dieser soll Anfang 20, etwas 1,75 bis 1,80 Meter groß und von kräftiger Statur mit leichtem Bauchansatz sein.

Autor: Krystian Wozniak

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