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"Ergeben uns zu schnell unserem Schicksal"

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horst heldt, horst heldt
Foto: firo

Schalke-Manager Horst Heldt rang nach der 0:3-Niederlage in Ingolstadt nach Worten. Erklären konnte er die Blamage nicht, immerhin wusste er aber, was S04 demnächst besser machen muss.

Horst Heldt, wie lautet Ihr Kommentar zu dieser Leistung? „Ich glaube, ich bin nicht der einzige, der sauer über das ist, was wir in Ingolstadt abgeliefert haben. Wir haben verdient verloren, auch in der Höhe. Nach dem Elfmeter sind wir aus dem Tritt gekommen. Ob er berechtigt war, weiß ich nicht, es war für den Schiedsrichter nicht einfach zu entscheiden. Wir müssen aber schon in der Lage sein, danach besser zu agieren. In der zweiten Halbzeit haben wir keinen Schlüssel mehr gefunden, um ins Spiel zurück zu kommen. Wir haben zu wenig investiert.“

Können Sie verstehen, dass sich die Mannschaft kaum gegen die Niederlage aufbäumte? „Ich habe Verständnis für Niederlagen, aber natürlich wünscht man sich Schwung, um einen Rückstand aufzuholen. Aber wir haben es nicht gut gespielt und nicht hinbekommen, dauerhaft gefährlich zu sein. Wir standen viel zu tief. Es war eine verdiente Niederlage und gerade deshalb ärgert es mich ungemein. Mir fehlen ein bisschen die Worte.“

Sie wünschen sich mehr Konstanz. Die ist nicht zu erkennen. Muss Schalke seine Ansprüche deshalb nach unten korrigieren? „Bei allem Respekt vor der tollen Leistung von Ingolstadt, vor der ich große Anerkennung habe, lasse ich lasse nicht zu, dass wir den Anspruch aufgeben, hier so zu spielen, dass wir auch gewinnen können. Das haben wir jedoch nicht getan und deshalb verdient verloren. Aber ich bin weit davon entfernt zu sagen, dass wir einen anderen Anspruch haben müssen.“

Hat die Mannschaft ein Mentalitätsproblem? „Ich will keinem unterstellen, dass er nicht will. Das ist nicht der Fall. Innerhalb der Truppe fehlt aber ein Aufbäumen, das erwarte ich schon. Dass man sich körperlich und auch verbal mal wehrt. Aber wir ergeben uns zu schnell unserem Schicksal. Das ist einfach zu wenig.“

Nun kommen drei sehr schwere Spiele. Wird Ihnen da angst und bange? „Klar, wir müssen ein anderes Gesicht zeigen. Das Derby ist mit das wichtigste Spiel – und sollten wir dort so auftreten wie in Ingolstadt, dann können wir gegen Dortmund keinen Blumentopf gewinnen. Deshalb müssen wir in dieser Woche hart an uns arbeiten, um ein anderes Gesicht zeigen zu können. Um im Derby zu bestehen, muss jeder eine viel bessere Leistung abrufen. Nur darauf schauen wir jetzt, alles andere macht keinen Sinn.“

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