Zehn Punkte liegt der Wuppertaler SV in der Oberliga Niederrhein vor der Konkurrenz und ist auf dem besten Weg in die Regionalliga aufzusteigen.

Wuppertaler SV

Was wird aus Sportdirektor Bölstler?

Krystian Wozniak
30. März 2016, 12:27 Uhr
Foto: Michael Ketzer

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Zehn Punkte liegt der Wuppertaler SV in der Oberliga Niederrhein vor der Konkurrenz und ist auf dem besten Weg in die Regionalliga aufzusteigen.

Seit dem vergangenen Sommer herrscht an der Hubertusallee eine Art Aufbruchstimmung. 2645 Zuschauer besuchen im Schnitt die Spiele im Stadion am Zoo. Zum Spitzenspiel nach Krefeld begleiteten rund 2000 WSV-Fans ihre Mannschaft. Einen großen Anteil an der neu entfachten Euphorie um den Wuppertaler SV haben allen voran die sportlichen Macher des Erfolgs: Trainer Stefan Vollmerhausen und Sportdirektor Manuel Bölstler. Beide mit Amtsantritt am 1. Juli 2015.

Der 43-jährige Vollmerhausen und sein zehn Jahre jüngerer Kollege Bölstler bilden ein kongeniales Duo. "Wir sind einfach auf einer Wellenlänge und ergänzen uns gut. Ich hoffe, dass wir auch in den nächsten Jahren zusammenarbeiten werden", bricht Vollmerhausen eine Lanze für seinen Partner. Wie gut sich das Duo ergänzt, beweisen nicht nur die Kaderplanung im Sommer und Winter sondern auch die Zeit, in der Vollmerhausen eine Fünf-Spiele-Sperre absitzen musste und von Bölstler auf der Bank vertreten wurde. Zwölf von möglichen 15 Punkten holte die Mannschaft unter Bölstler.

Ich möchte mich permanent weiterentwickeln, das muss auch der Anspruch des Vereins sein. Deshalb denke ich natürlich auch über meine Zukunft nach
Manuel Bölstler

Obwohl sich der gebürtige Tübinger, der schon als Spieler für den WSV aktiv war, bei den Bergischen wohl fühlt, ist seine Zukunft noch ungewiss. Während Vollmerhausen einen bis zum 30. Juni 2018 gültigen Vertrag besitzt, läuft Bölstlers Arbeitspapier am Saisonende aus. Ob der Erfolgs-Manager auch ab dem 1. Juli weiter bei den Rot-Blauen arbeiten wird, weiß er selbst noch nicht. "Ich fühle mich beim WSV wohl und arbeite sehr gerne für den Verein. Der Erfolg spricht für uns. Nichtsdestotrotz ist nicht immer alles Gold, was glänzt", sagt der ehemalige Bielefelder Armine und ergänzt: "Der Klub muss neue Strukturen schaffen, um auf Dauer auch in der Regionalliga konkurrenzfähig zu sein. Das wiederhole ich auch immer wieder in den Gesprächen mit unserem Vorstand um Alexander Eichner, Horst Willich und Lothar Stücker. Ich möchte mich permanent weiterentwickeln, das muss auch der Anspruch des Vereins sein. Deshalb denke ich natürlich auch über meine Zukunft nach."

Ein konkretes Vertragsangebot haben die Wuppertaler ihrem Sportlichen Leiter noch nicht vorgelegt: "Nein. Wir unterhalten uns seit zwei, drei Wochen, aber ohne so richtig konkret zu werden, der Vorstand bemüht sich sehr darum mich weiter an den Verein zu binden, aber bisher sind wir noch auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen. Wir haben jetzt bald April und meine Planungen für die U19 und die Erste Mannschaft laufen seit einigen Wochen auf Hochtouren. Manchmal ist da die aktuelle Situation etwas suboptimal, aber ich bin da entspannt und setze mich nicht unter Druck. Ich kann so offensiv sein und sagen, dass ich weiß, was ich hier leiste und was ich wert bin."

Das hat auch die Konkurrenz auf dem Schirm. Nach RS-Informationen soll Bölstler nämlich noch vor wenigen Wochen ein Angebot eines Regionalliga-West-Vertreters ausgeschlagen haben. Das könnte sich schon bald ändern, falls die WSV-Verantwortlichen noch länger warten...

Autor: Krystian Wozniak

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