Der Tabellenvorletzte FC Kray reist zu den jungen Geißböcken nach Köln (Do., 19.30 Uhr), die in der Tabelle 15 Punkte vor dem Team von Trainer Stefan Blank grasen, und verspürt „null Druck“.

Regionalliga

Kray reist ohne Druck nach Köln

Ralf Wilhelm
23. März 2016, 18:24 Uhr
Foto: Kai Griepenkerl

Foto: Kai Griepenkerl

Der Tabellenvorletzte FC Kray reist zu den jungen Geißböcken nach Köln (Do., 19.30 Uhr), die in der Tabelle 15 Punkte vor dem Team von Trainer Stefan Blank grasen, und verspürt „null Druck“.

Eigentlich ist es schon kurios: Aber auch wieder verständlich, denn wer das rettende Ufer nur noch mit dem Fernrohr verfolgt, der legt im Saisonalltag eine gewisse Gelassenheit an den Tag.

„Der Druck ist bei uns ja schon seit Wochen weg, für uns geht es nur noch darum, uns so teuer wie möglich zu verkaufen und noch den einen oder anderen Überraschungssieg einzufahren“, bestätigt Krays Coach. Schließlich können die Essener noch das Zünglein an der Waage spielen. In der Vorwoche dürfte die Punkteteilung vor allem die Wiedenbrücker geärgert haben, die zwei wichtige Zähler im Abstiegskampf verloren. Auch die Kölner sind mittlerweile auf den ersten Abstiegsrang gerutscht und haben bereits einige Spiele mehr als die Konkurrenz bestritten.

Warum es für Kray gegen Wiedenbrück nur zum Remis gereicht hat, verdeutlicht ein Blick in die jüngere Statistik: „Seit 270 Minuten sind wir ohne Treffer in der Regionalliga, das ist unser Hauptmanko“, bekennt Blank.

Trotz großer Bemühungen will die Kugel einfach nicht mehr über die gegnerische Torlinie, die Qualität im Sturm steht deswegen natürlich besonders im Fokus. Und da täte in erster Linie die Rückkehr eines Romas Dressler zum Beispiel gut, aber da ist für die Partie am Gründonnerstag noch keine Besserung in Sicht. „Romas hat wieder mit leichtem Lauftraining begonnen, jetzt bleibt abzuwarten, wie sein Muskel darauf reagiert, alles geschieht noch im Schongang“, so der Krayer Coach.

Der noch weitere Sorgen im Gepäck hat: Philipp Meißner und Xhino Kadiu plagten sich unter der Woche mit einer starken Erkältung herum, sodass hinter ihren Einsätzen ein dickes Fragezeichen steht.

Auch Ilias Elouriachi, der im Angriff immer mal wieder für einen Überraschungsmoment gut ist, ist aus beruflichen Gründen verhindert. Und Stammkeeper Philipp Kunz wird diesmal nicht seinen Torwartsweater durchschwitzen, sondern anderswo transpirieren: Er absolviert an der Uni eine wichtige Klausur und wird in Köln durch Marian Ograjensek ersetzt, was laut Blank kein Problem ist: „Marian ist ein Klassekeeper, der unser vollstes Vertrauen genießt. Er hat sich diesen Einsatz redlich verdient.“

Länderspielpause bei den Profis

Im Hinspiel gab es einen klaren 4:1-Erfolg für das Nachwuchsteam, dass mittlerweile aber auch von der Erfolgsschiene gekommen ist, das Team von Trainer Martin Heck steckt voll im Abstiegssog. Eine Unwägbarkeit für die Krayer hält die Länderspielpause bereit. Gut möglich, dass der eine oder andere Profi in der Unter-Abteilung wird aushelfen müssen. „Das ist bei den U23-Mannschaften nun mal so, somit wird Köln auch ein Überraschungspaket“, so Blank. Vielleicht mit positivem Ausgang?

Autor: Ralf Wilhelm

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