Nach dem 1:1 im Derby zwischen der BVB-Reserve und Schalke 04 II trauerte Dortmunds Trainer Daniel Farke den vergebenen Chancen in der Schlussphase hinterher.

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"Eine Stimmung wie beim Laktattest"

Hendrik Niebuhr, Nico Jung
16. März 2016, 19:03 Uhr
Foto: Tillmann

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Nach dem 1:1 im Derby zwischen der BVB-Reserve und Schalke 04 II trauerte Dortmunds Trainer Daniel Farke den vergebenen Chancen in der Schlussphase hinterher.

"Es ist etwas schade, dass wir uns in den letzten zehn Minuten nicht belohnen konnten", meinte Farke angesichts der beiden Großchancen von Philipp Hanke und Marvin Ducksch in den letzten Spielminuten, die jeweils von Alexander Nübel im Schalker Tor herausragend vereitelt wurden. "Wir wollten unseren Fans den Derbysieg schenken. Nach dem Ergebnis liegen wir uns jetzt nicht jubelnd in den Armen und tanzen auf den Tischen. Es waren schwierige Bedingungen durch die Platzverhältnisse und die Anstoßzeit hat für eine komische Atmosphäre gesorgt. So still wie heute vor dem Spiel war es zuletzt bei unserem Laktattest. Da ist es schwer, in so einen Fight hereinzukommen, auch wenn das Spiel nicht so schlecht war. Es hatte dennoch etwas von einem Sommerkick. Vor der Pause mussten die Jungs dann auch noch den Schock mit Jon Gorenc Stankovic verdauen, der sich vermutlich einen Gesichtsmittelbruch zugezogen hat. Nachdem wir auf Dreierkette umgestellt haben, haben wir das Spiel kontrolliert. Wir hatten mehr Zugriff, auch wenn wir uns keine Chancen en masse herausgespielt haben. Aber die Chancen von Ducksch und Hanke müssen in solch einem Spiel dann auch mal reichen. Das ist der einzige Vorwurf, den man der Mannschaft vielleicht machen kann. Der Punkt ist trotzdem ein gutes Ergebnis."

Mit dem Resultat leben konnte auch Gäste-Trainer Jürgen Luginger leben: "Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen und haben versucht, Dortmund früh zu stören. Dass wir mit der ersten Möglichkeit nach einem Standard das 0:1 kassieren, war ärgerlich. Die Reaktion darauf war toll, vor allem war das 1:1 schön herausgespielt. Genau so, wie wir uns das vorgenommen haben, mit einer Spielverlagerung auf die eine Seite. Die erste Halbzeit war dann recht ausgeglichen, es war sehr schwer auf dem Boden zu spielen, aber wir haben wenig zugelassen. Im zweiten Durchgang war Dortmund feldüberlegen, hatte aber wenig klare Chancen. Wir haben unsere Konter nicht gut ausgespielt, sind einfach nicht durchgekommen. Dortmund hatte dann noch zwei große Möglichkeiten, die Alex toll vereitelt hat. Es war sehr wichtig, dass wir hier den Punkt mitnehmen konnten."

Schalkes Linksverteidiger [person=1694]Sascha Dum[/person] äußerte sich derweil zu der frühen Anstoßzeit und den Begebenheiten an der Roten Erde: "Ich habe mit weniger Leuten gerechnet, aber wenigstens kam ab und an etwas Stimmung auf. Die Platzverhältnisse waren etwas holprig, aber das ist zu dieser Jahreszeit auf Regionalligaebene eigentlich immer so."

Die beiden ausgelassenen Chancen zum Ende der Partie verärgerten auch Dortmunds Offensivakteur [person=9133]Marco Hober[/person] nach dem Abpfiff: "So wie das Spiel geendet ist, ist das ärgerlich. Wir hatten zwei gute Gelegenheiten am Ende. Wenn wir das Tor da machen, gewinnen wir 2:1. Es war generell ein knappes Spiel, so geht das 1:1 in Ordnung. Wir hätten uns natürlich gewünscht, abends mit Flutlicht ein wenig Derbyatmosphäre gehabt zu haben, aber dennoch war es ja ganz gut besucht."

Autor: Hendrik Niebuhr, Nico Jung

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