Die Reaktionen auf den Abschied von Norbert Elgert waren eindeutig. Alle Schalker bedauern den Abgang. Ein Kommentar.

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Warum die Verehrung für Elgert angemessen ist

15. März 2016, 15:32 Uhr
Foto: Tillmann

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Die Reaktionen auf den Abschied von Norbert Elgert waren eindeutig. Alle Schalker bedauern den Abgang. Ein Kommentar.

Norbert Elgert zeigte sich überrascht, welch’ hohe Wellen seine Ankündigung geschlagen hatte, sich demnächst von Schalke 04 zu verabschieden. Wahrscheinlich unterschätzt der Trainer der U19-Mannschaft, wie beliebt er bei den Fans der Königsblauen ist.

Die Verehrung ist nachvollziehbar. Elgerts Verdienste sind herausragend. Gemeinsam mit den anderen Machern der Knappenschmiede ist Elgert dafür verantwortlich, dass Schalke ein neues Geschäftsmodell entwickeln konnte, das mittlerweile Früchte trägt: Schalke kauft nur vereinzelt Stars, bindet dafür vermehrt Talente, schmiedet diese zu begehrten Profis und veräußert sie für viele Millionen Euro an andere Vereine, deren Nachwuchsarbeit da nicht mithält. Das ist mehr als nur charmant, das erhält die Wettbewerbsfähigkeit des Traditionsvereins.

Elgert hat es dank seiner Persönlichkeit aber auch stets geschafft, Werte zu vermitteln. Die mögen bisweilen anachronistisch wirken. Die Lieblingsvokabel des Trainergurus heißt Teamspirit, ähnlich würde sich vielleicht auch Bundestrainer Joachim Löw äußern. Für den DFB wäre Elgert sicherlich auch einer. Doch vor allem die Bundesliga-Konkurrenz beneidet Schalke um Elgert. Bayern München könnte genau solch ein geradliniger Typ guttun.

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