Der Auswärtssieg des VfL Bochum bei Fortuna Düsseldorf wirkt auch am Tag danach noch nach.

VfL Bochum

Das große Ziel noch vor Augen

03. März 2016, 07:07 Uhr
Foto: firo

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Der Auswärtssieg des VfL Bochum bei Fortuna Düsseldorf wirkt auch am Tag danach noch nach.

Die 3.500 mitgereisten VfL-Anhänger machten die Nacht zum Tag und die User in den sozialen Medien waren voll des Lobes über den Auftritt des Verbeek-Teams.

Nach dem 3:1 (0:1)-Sieg blieb der VfL auch im siebten Rückrundenspiel ohne Niederlage und hat das große Ziel, in den Aufstiegskampf noch einmal eingreifen zu können, nicht aus den Augen verloren.

Die Partie in Düsseldorf war schwierig. Schon deshalb, weil die Gäste-Akteure schon beim Warmmachen entdeckten, was Trainer Verbeek nach dem Spiel kurz und knapp formulierte: „Es ist schwierig, auf so einem Geläuf Fußball zu spielen. Bei uns daheim gibt es Diskussionen über Kunstrasenplätze. Aber da spiele ich immer noch lieber als auf diesem Acker.“

Um so bemerkenswerter war der Auftritt seines Teams. Das schon in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft war und lediglich mit der Chancenverwertung hadern musste. Kapitän Patrick Fabian: „Nach einer Viertelstunde mussten wir 2:0 führen.“ So aber kamen die Hausherren mit der einzigen Möglichkeit (19.) zur Halbzeitführung. Gertjan Verbeek: „Ich wusste, dass Fortuna dieses Pressing nicht durchhalten kann, dass sie müde werden und unsere Zeit noch kommt.“

Der Coach sollte Recht behalten. Und selten hat man ihn nach dem Spiel so aufgekratzt erlebt: „Wenn wir Fußball wie in der letzten halben Stunde spielen, sind wir fast unschlagbar. Wir haben verdient gewonnen.“ Der Glaube an sein Team hat längst abgefärbt. Und die Mannschaft ist in ihrem Entwicklungsprozess mittlerweile so weit, dass sie auch nach Rückschlägen wie dem 0:1 von sich überzeugt bleibt. Simon Terodde: „Je länger das Spiel dauerte, je mehr Körner hatten wir. Wir sind nicht nur eine spielstarke, sondern auch eine kämpferisch starke Mannschaft. Und wir bekommen immer mehr Selbstvertrauen. Wir haben eine starke Bank und dabei immer noch unser Leistungspotenzial nicht zur Gänze ausgeschöpft.“

Ein wenig Hoffnung auf Rang drei schwingt immer noch mit. Und so erkundigte sich Stefano Celozzi wenige Sekunden nach dem Abpfiff: „Wie hat Nürnberg gespielt?“

In Bochum steckt man trotz des 2:0 des „Club“ nicht auf. Auch wenn das Schielen auf Rang drei zur Stunde noch sehr vage erscheint. Fakt ist: Nach vier Jahren fußballerischer Abstinenz mit Blick Richtung Abgrund besitzt der VfL ein entwicklungsfähiges Team. Wer den Top-Mannschaften aus Freiburg und Nürnberg elf Punkte abnimmt, der darf getrost für sich selbst den Anspruch erheben, ein Spitzenteam der Liga zwei zu sein.“ Doch die Versäumnisse der Hinrunde schlagen sich derzeit noch schmerzhaft in der Tabelle nieder. Felix Bastians: „Ich hoffe, dass wir gegen Bielefeld den dritten Dreier in der englischen Woche schaffen. Und ich bin sicher, dass wir ein paar Zuschauer mehr als zuletzt gegen Sandhausen haben werden.“

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