Der FC Schalke steht nach der 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen mal wieder in den Negativschlagzeilen. Ein Kommentar zum Chaos bei den Königsblauen.

Kommentar

"Typisch Schalke"

Elmar Redemann
25. Januar 2016, 14:31 Uhr
Foto: firo

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Der FC Schalke steht nach der 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen mal wieder in den Negativschlagzeilen. Ein Kommentar zum Chaos bei den Königsblauen.

Siege haben im Sport eine heilsame Wirkung, und so lässt sich getrost davon ausgehen, dass bei einem Schalker Erfolg über Bremen am Sonntagabend auch der Wochenbeginn ziemlich freundlich ausgefallen wäre. Nach der überraschenden Heimniederlage jedoch wurde plötzlich von einem Pulverfass berichtet, das alsbald explodieren könnte.

Ausgerechnet jetzt über massive interne Kritik an Trainer André Breitenreiter zu berichten, mag Kalkül des Senders Sky sein. Es gibt aber noch eine andere Wahrheit: Die, dass sich Schalke chronisch selbst im Weg steht. Nun kommt wieder die Frage auf: Wer ist schuld daran, dass es nicht läuft wie erhofft? Dass nach jedem Schritt nach vorn auch einer zurück erfolgt? Der Aufsichtsratsvorsitzende, der nur zu gerne Schlagzeilen schreibt und dabei oftmals das Wohl des Vereins außer Acht lässt? Der Manager, der nur noch auf Abruf arbeitet, und nicht zuletzt darum bemüht ist, die eigene Reputation zu retten? Der Trainer, für den Schalke doch eine Nummer zu groß sein könnte? Oder die Mannschaft, die aktuell ihren Ruf, untrainierbar zu sein, zu erneuern scheint?

Nach dem großen Knall im vergangenen Sommer war die Hoffnung groß, dass Schalke auch anders kann. Genau das muss die Diva aus dem Revier nun beweisen. Da die Protagonisten nicht immer die gleichen Interessen verfolgen, wird das alles andere als einfach. Es fehlt an einer - ja man darf sagen "moralischen" - Instanz, welche die Richtung vorgibt. Wahrscheinlich erfüllt diese Rolle noch am ehesten die leidgeprüfte Fanschar der Königsblauen. Aber auch das ist "typisch Schalke".

Autor: Elmar Redemann

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