Delron Buckley gilt nach seiner Rückkehr vom FC Basel als die Überraschung der Vorbereitung. Der Südafrikaner, 2006 nach seinem torlosen Premierenjahr beim BVB noch in die Schweiz abgeschoben, scheint unter Trainer Thomas Doll endlich an die Leistung der Saison 2004/2005 anknüpfen zu können. Damals noch für den Liga-Rivalen Arminia Bielefeld aktiv, absolvierte der Nationalspieler eine hervorragende Runde und konnte am Ende 15 Treffer auf seinem Konto verbuchen. Doch nach seinem Wechsel zur Borussia wirkte der als sensibel geltende Profi wie ausgewechselt. Folglich konnte er im

Buckley: Starke Vorbereitung beim BVB gibt Auftrieb

Zurück zum Glück?

md
31. Juli 2007, 10:22 Uhr

Delron Buckley gilt nach seiner Rückkehr vom FC Basel als die Überraschung der Vorbereitung. Der Südafrikaner, 2006 nach seinem torlosen Premierenjahr beim BVB noch in die Schweiz abgeschoben, scheint unter Trainer Thomas Doll endlich an die Leistung der Saison 2004/2005 anknüpfen zu können. Damals noch für den Liga-Rivalen Arminia Bielefeld aktiv, absolvierte der Nationalspieler eine hervorragende Runde und konnte am Ende 15 Treffer auf seinem Konto verbuchen. Doch nach seinem Wechsel zur Borussia wirkte der als sensibel geltende Profi wie ausgewechselt. Folglich konnte er im "Pott" zu keiner Zeit richtig Tritt fassen und sollte deshalb nach nur einer Saison wieder abgegeben werden.

Da sich kein Verein fand, der Buckley direkt kaufen wollte, entschied man sich für ein Leihgeschäft mit dem FC Basel, einschließlich einer Kaufoption seitens der Schweizer. Doch auch hier fand der Außenstürmer nicht zur alten Form zurück, die Option verstrich und Buckley musste zurück an den Borsigplatz. Mladen Petric, Neuzugang beim BVB und im letzten Jahr Teamkollege vom Buckley bei Basel gibt Linienchef Christian Gross die Schuld daran: "Ich wurde im Training noch nie von so genialen Flanken wie von ihm bedient. Doch unser Coach hat ihn Tag für Tag kaputt gemacht. Delron braucht aber unbedingt einen Trainer, der hinter ihm steht."

Mit Thomas Doll und seiner Art der Kommunikation kommt der schnelle Techniker offensichtlich besser zurecht. In allen Tests sorgte der zweifache Vater für Wind auf den Flügeln und belebte das Dortmunder Offensiv-Spiel. Und auch für den ein oder anderen Treffer scheint der "Zweitliga-Ronaldo", wie er zu seinen Bochumer Zeiten genannt wurde, wieder gut zu sein, zuletzt traf er im Match gegen die Stuttgarter Kickers.

Doch Vorbereitung und Liga-Alltag sind zwei Paar Schuhe. Auch wenn sich die Dortmunder Verantwortlichen bemühen, keine Zielsetzung auszugeben, schielt ein Großteil der Anhänger schon wieder in Richtung internationales Geschäft. Eine logische Entwicklung, wenn man Transferaktivitäten der Borussia betrachtet. Ob Buckley aber dem Druck standhalten wird, der nicht nur im Signal Iduna Park auf ihm lasten wird, scheint zumindest fraglich. Selbst Buckley ist sich nicht sicher, in welche Richtung es für ihn geht: "Warten wir ab, was die Saison bringt."

Für Doll steht fest, dass die ersten Wochen entscheidend für die Zukunft des Flügelflitzers sein werden: "Delron durchläuft eine ganz, ganz wichtige Phase in seinem Fußballerleben." Schafft er es, die gute Frühform in die Saison zu retten, winkt eine neue Chance in der Nationalelf und damit die Hoffnung auf die WM 2010. Scheitert er, dürfte sich Buckley dagegen schnell wieder auf der Tribüne wiederfinden.

Autor: md

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