Im Jahr eins nach dem direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga läuft für den FC/JS Hillerheide alles soweit nach Plan. Von Abstiegsangst keine Spur.

FC/JS Hillerheide

Schwächephase kommt Przibilka entgegen

Christian Lock
23. November 2015, 17:07 Uhr
Foto: Tim Müller

Foto: Tim Müller

Im Jahr eins nach dem direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga läuft für den FC/JS Hillerheide alles soweit nach Plan. Von Abstiegsangst keine Spur.

Das vor der Saison vom FC/JS Hillerheide ausgegebene Saisonziel des Klassenerhalts mutet im inzwischen fortgeschrittenen Stadium der Saison nahezu bescheiden an. Bis zur Winterpause verbleiben gerade einmal drei Spiele und die Hillerheider um Trainer Adrian Przibilka grüßen die Abstiegskonkurrenz weiterhin aus sicherer Entfernung von oben. Die Spitze ist dabei sehr viel näher als die untere Tabellenregion. So gut wie alle Abstiegskontrahenten konnten in direkten Duellen bereits besiegt werden. Lediglich zu Beginn diesen Monats musste ein Punktverlust gegen den Tabellenvorletzten VfB Waltrop und eine Heimniederlage gegen Westfalia Gelsenkirchen hingenommen werden.

"Vielleicht ist es auch ganz gut so, dass wir zuletzt eine kleine Schwächephase hatten, sonst wären wir womöglich ein bisschen zu nah an Langenbochum dran gewesen", meint Przibilka und scheint geradezu beruhigt, dass der steile Aufstieg auch mal einen kleinen Dämpfer erhalten hat, der geeignet ist, ein mögliches Abheben zu verhindern. "Wir haben eine junge Mannschaft, da ist vieles Kopfsache", erklärt er, warum sich eine gesunde Bodenhaftung als fundamentale Voraussetzung für einen fortbestehenden Erfolg seiner Truppe erweisen könnte.

Zuletzt hatten die Hillerheider mit ein wenig Verletztenpech zu kämpfen, weswegen sich Coach Przibilka vergangene Woche beim 6:2 Sieg gegen das Tabellenschlusslicht aus Datteln kurzerhand selbst einen Einsatz gönnte - und das sogar ausgesprochen erfolgreich. Eine Vorarbeit und ein Tor gingen auf das Konto des "Spielertrainers". "Wir hatten zu wenig Leute, dann kam das halt so", schaut er mit ein wenig Stolz auf die gelungene Vorstellung in Datteln zurück.

Wir trainieren viel und hart. Das ist sicherlich ein wesentlicher Grund unserer Stärke
Adrian Przibilka

Eine derartige Verknappung des Kaders wie in den letzten Wochen ist beim FC/JS indes eher die Ausnahme. Eigentlich kann Przibilka regelmäßig aus dem Vollen schöpfen, denn der Kader seines Teams wurde bewusst breit angelegt. Gerade hierin sieht er unter anderem eine wesentliche Zutat der Hillerheider Erfolgsstory: "Wir haben einen großen Kader, das hält den Konkurrenzdruck hoch. Wenn die Jungs im Training oder auf dem Platz weniger Gas geben, dann sitzen sie das nächste mal auf der Bank. Das wissen sie auch." Letzteres erwähnt Przibilka aber auch ein wenig augenzwinkernd, denn schon im nächsten Atemzug lobt er seine Spieler ausgiebig hinsichtlich deren Willen zur Selbstoptimierung und vorbehaltlosen Einsatzbereitschaft: "Die Jungs hören zu, wollen lernen und sich weiterentwickeln und nehmen von daher auch alles bereitwillig an. Außerdem trainieren wir viel und hart. Das ist sicherlich ein wesentlicher Grund unserer Stärke."

Autor: Christian Lock

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