Seit drei Partien steht Tom Heermann an der Seitenlinie des Landesligisten. Er hat Roger Petzke beerbt, der Wechsel hat aber auch einen faden Beigeschmack.

SV Wanne 11

Neuer Trainer weckt das Potenzial

Marian Laske
13. November 2015, 12:52 Uhr

Seit drei Partien steht Tom Heermann an der Seitenlinie des Landesligisten. Er hat Roger Petzke beerbt, der Wechsel hat aber auch einen faden Beigeschmack.

Elf Jahre. So lange hat Roger Petzke die erste Mannschaft des SV Wanne 1911 trainiert, den Verein dabei in die Landesliga geführt und den Kreispokal geholt. Doch der katastrophale Saisonstart mit sieben Niederlagen in neun Spielen hat den Verantwortlichen gezeigt: Es ist Zeit für einen Neuanfang.

Deswegen hat Tom Heermann die Elfer vor drei Spielen übernommen und bereits sechs Punkte geholt. Nun macht er mindestens bis zur Winterpause weiter. "Es könnte aber länger gehen", sagt Heermann.

Trainer-Tausch hat faden Beigeschmack

Der neue Wanne-Coach gibt zu, dass es schwer war, einen Trainer nach elf Jahren abzulösen: "Roger war ein Freund von mir, wir haben viel besprochen, auch taktische Dinge." Allerdings hat der Trainer-Tausch auch einen faden Beigeschmack. Denn Tom Heermann, der im SV Wanne groß geworden ist und zuvor die A-Jugend geleitet hat, hat auch die Texte für die Internetseite des Vereins geschrieben. Und dabei auch schon mal Petzke kritisiert. Man könnte als Außenstehender also vermuten, dass Heermann für das Ende der Ära Petzke mitverantwortlich war. "Das stimmt aber nicht. Wir sind immer fair miteinander umgegangen, zwischen uns ist alles klar."

Und der bisherige Erfolg gibt Heermann Recht. Seit er an der Seitenlinie steht, hat die Mannschaft aus drei Partien sechs Punkte geholt. Mit einem Sieg am Sonntag beim Siebten SW Wattenscheid würden die Wanner sogar wieder den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herstellen.

"Viel ändern mussten wir nicht, weil Roger eine Mannschaft mit viel Potenzial hinterlassen hat. Nun versuchen wir eine Spielkultur einzuführen und den Spielaufbau zu verbessern", so Heermann. Im Vergleich mit den anderen Vereinen sieht er seine Mannschaft im Mittelfeld der Westfalen-Landesliga 3. "Mit [person=5797]Niclas Maiwald[/person] haben wir vielleicht sogar den stärksten Spieler der Liga."

Selbstbewusst nach Wattenscheid

Deswegen fahren die Elfer auch mit viel Selbstbewusstsein zu Wattenscheid 08. "Wir sind in der Lage, dort ein Spiel abzuliefern, das eng sein kann. Wir können dort einen Punkt mitnehmen", so der Wanne-Coach. Und je mehr Punkte er sammelt, desto wahrscheinlicher wird es, dass aus dem Übergangstrainer Heermann eine Langzeitlösung wird.

Autor: Marian Laske

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