Schalkes Abschlussschwäche kann spätestens nach dem 0:2 im Pokal gegen Borussia Mönchengladbach nicht mehr wegdiskutiert werden.

Schalke-Sturmschwäche

Heldt schlägt Alarm

29. Oktober 2015, 19:36 Uhr
Foto: firo

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Schalkes Abschlussschwäche kann spätestens nach dem 0:2 im Pokal gegen Borussia Mönchengladbach nicht mehr wegdiskutiert werden.

23 Torschüsse, zahlreiche Großchancen und kein Tor - Schalkes Stürmer sind schon etwas länger außer Form, am Mittwoch aber war es eklatant. Deshalb war die Chancenauswertung auch André Breitenreiters "größter Kritikpunkt": "Aus diesen Möglichkeiten muss man einfach ein Tor erzielen, nicht nur eins, sondern auch ein zweites und drittes. Wir haben klarste Torchancen ausgelassen", bemängelte Schalkes Chefcoach.

Das musste sich auch wieder einmal Klaas-Jan Huntelaar ankreiden lassen, früher verlässlicher Goalgetter, spätestens seit der vergangenen Winterpause aber nicht mehr der Alte. "Wir haben unsere zahlreichen Chancen ausgelassen. Eine davon muss mindestens reingehen", räumte der Niederländer ein. Eine schlüssige Erklärung, warum es bei ihm und seinen Nebenleuten klemmt, konnte er aber nicht liefern.
3, 2, 1, 0...

Während Huntelaar in der Liga auf immerhin noch zwei Treffer kommt, ist Eric Maxim Choupo-Moting noch ärmer dran: Nur ein Tor steht bisher für den ehemaligen Mainzer zu Buche. [person=15446]Franco Di Santo[/person] gar wartet immer noch auf den ersten Meisterschaftstreffer, seitdem der Stürmer von Werder Bremen nach Gelsenkirchen wechselte. Hinter diesem Trio lauert noch der 19-jährige Felix Platte, der in dieser Saison bisher aber nur damit befasst war, nach seiner Fuß-OP wieder in den Tritt zu kommen. Nur Flügelflitzer [person=13777]Leroy Sané[/person] rettet mit seinen drei Hütten einigermaßen die Ehre der Offensive.

So kann es nicht weitergehen, findet aber auch Horst Heldt: "Natürlich verzweifelt man, wenn man sieht, dass die Dinger nicht reingehen", ärgerte sich Schalkes Manager über die Harmlosigkeit des eigenen Angriffs. "Da waren wir schon mal effektiver", hob der Sportvorstand den Finger, dies hätte Breitenreiter auch schon angemerkt. "Wir müssen uns nicht nur Chancen erarbeiten, sondern auch nutzen", unterstrich Heldt.

Müssen uns nicht nur Chancen erarbeiten, sondern auch nutzen
Horst Heldt

Vor allem angesichts des Spielkalenders, der im November noch Duelle mit Borussia Dortmund, Bayern München und Bayer Leverkusen zu bieten hat. "Gegner, gegen die man wahrscheinlich nicht so viele Chancen bekommt", schätzt Heldt. Seine klare Forderung: "Wir sollten schnell effektiver werden!" Vielleicht platzt der Knoten ja am Samstag gegen Ingolstadt (15.30 Uhr, Veltins-Arena) - wenn nicht, hat Schalke ein neues Dauerthema.

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