Vorjahresfinalist Rot-Weiß Oberhausen ist wie erwartet in die dritte Runde des Niederrheinpokals eingezogen.

RWO - DSV 1900 6:2

Der erste Haken ist gesetzt

Martin Herms
11. Oktober 2015, 20:27 Uhr
Foto: Ketzer

Foto: Ketzer

Vorjahresfinalist Rot-Weiß Oberhausen ist wie erwartet in die dritte Runde des Niederrheinpokals eingezogen.

Nach einer zweiwöchigen Pause wurde es für Rot-Weiß Oberhausen erstmals wieder ernst. Die Pflichtaufgabe Duisburger SV 1900 löste der Regionalligist letztlich ohne größere Probleme. 6:2 (3:2) hieß es gegen den Landesligisten von der Düsseldorfer Straße.

Einzig im ersten Durchgang ließ der haushohe Favorit phasenweise die erwartete Souveränität vermissen. Ein früher Treffer des dreifachen Torschützen [person=10147]Raphael Steinmetz[/person] (12., 26., 83.) brachte den Hausherren vor 740 Zuschauern gegen einen mutigen Außenseiter keine große Sicherheit. RWO erlaubte sich in Defensive einige Unzulänglichkeiten, die der DSV zu zwei Toren durch [person=5740]Pierre Kanzen[/person] (17.) und [person=14549]Emre Camdali[/person] (28.) nutzen konnte. Der zweite Treffer wurde begünstigt durch einen dicken Bock von [person=2192]Felix Haas[/person], der wenige Minuten zuvor für [person=6743]Kai Nakowitsch[/person] eingewechselt wurde.

RWO-Coach Andreas Zimmermann musste zudem mit ansehen, wie seine Mannschaft auch in der Offensive die letzte Konsequenz vermissen ließ. Erst Kapitän [person=257]Benjamin Weigelt[/person] brachte die Oberhausener kurz vor der Pause mit einem haltbaren Weitschuss auf die Siegerstraße (45.). "Ich muss meiner Truppe vorhalten, dass wir zur Halbzeit nur mit einem Tor in Führung lagen. Wir haben gut nach vorne gespielt und hatten zahlreiche Chancen, die leider nicht genutzt wurden. Hinten haben wir den Gegner zwei Mal eingeladen. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass wir stolpern würden“, sagte Zimmermann.

Wir können jetzt beweisen, was wir draufhaben
Andreas Zimmermann

Nach dem Seitenwechsel ließ RWO keinerlei Zweifel aufkommen und brachte das Spiel ohne größere Probleme nach Hause. Simon Engelmann (71.), Steinmetz (83.) und Tim Hermes (88.) machten das halbe Dutzend voll. Nach der langen Spielpause freute sich Oberhausens Linienchef über das erste erreichte Etappenziel. "Mir war wichtig, dass wir gut aus der Pause kommen und einen Haken hinter dieses Pokalspiel setzen. Das haben wir geschafft. Jetzt richten wir unseren Blick wieder auf die Meisterschaft."

Auch im Ligabetrieb wartet auf die Rot-Weißen am kommenden Samstag (14 Uhr) eine Pflichtaufgabe. Gegen den Tabellenvorletzten TuS Erndtebrück muss ein Heimsieg her, um den Anschluss an die Spitze zu halten. Es folgen weitere vermeintlich machbare Aufgaben gegen Wattenscheid, Wegberg-Beeck und die SSVg Velbert. Zimmermann weiß, was die Stunde geschlagen hat. "Gegen Erndtebrück müssen wir gewinnen, das ist doch klar. Unterschätzen werden wir aber keinen Gegner. Wir können jetzt beweisen, was wir draufhaben. Auf diese Aufgaben freuen wir uns."

Autor: Martin Herms

Kommentieren