Sportlich war die Europa-League-Partie bei PAOK Saloniki im Lager von Borussia Dortmund recht schnell abgehakt.

BVB

"Wir dürfen uns nicht mit Bayern messen"

Daniel Berg
02. Oktober 2015, 18:07 Uhr
Foto: firo

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Sportlich war die Europa-League-Partie bei PAOK Saloniki im Lager von Borussia Dortmund recht schnell abgehakt.

Schlechter Rasen, defensiver Gegner, der zuletzt obligatorische Rückstand - beim Blick auf die kommende Aufgabe hoffen die Fußballer des BVB auf Besserung in all diesen Punkten. Schließlich kommt an es Sonntag (17.30 Uhr) zum Spiel bei Bayern München. Erster gegen Zweiter. Doch das große Duell zweier Titelanwärter sei das nicht, macht Hans-Joachim Watzke noch einmal klar.
"Es geht da nicht um die Meisterschaft", sagt der Geschäftsführer des BVB, "das ist ein normales Bundesligaspiel, nur dass eben der Erste gegen den Zweiten spielt.

Für uns geht es da um höchstens drei Punkte auf dem Weg zurück in die Champions League. Und wer die vergangenen Jahre mal Revue passiere. Lässt, der stellt fest, dass wir ganz bestimmt nicht chancenlos sind." Von den vergangenen sieben Pflichtspielen der beiden Teams auf Münchner Boden gewann der BVB bei einem Unentschieden vier. Das gibt Schwarz-Gelb Hoffnung.
"Es bringt ja nichts da hinzufahren und zu hoffen, möglichst nicht zu hoch zu verlieren. Wir wollen da was mitnehmen, vor allem weil wir zuletzt Punkte haben liegen lassen", sagt Linksverteidiger Marcel Schmelzer. In der Bundesliga mussten sich die erfolgsverwöhnten Borussen zuletzt zweimal mit einem Unentschieden gegen die Mittel- und Arbeiterklasse (Hoffenheim, Darmstadt) der Liga begnügen, was einen Rückstand von vier Punkten in der Tabelle auf München bedeutet. Ein Sieg der Bayern und die Spannung im Meisterrennen könnte früh wie selten verpuffen. Fällt nun schon die Vorentscheidung?

"Das ist Spekulation", sagt Gonzalo Castro, dem in Saloniki sein erstes Tor für Schwarz-Gelb gelang. "Die Saison ist lang. Aber wir dürfen uns nicht mit Bayern messen, sondern sollten auf uns schauen. Wir wollen eine gute Partie spielen und wenn möglich gewinnen. Ich denke das wird ein schönes Spiel." Diese Hoffnung beruht auch darauf, dass die Bayern wie gewohnt ihr Spiel machen werden. "Das wird ein ganz anderes Spiel als wir es bisher in der dieser Saison vorgefunden haben", sagt Schmelzer meint die defensive, destruktive Spielweise der meisten Dortmunder Gegner bislang.

Im Frühjahr ging der Plan auf. Im DFB-Pokalhalbfinale waren die Bayern zwar feldüberlegen, doch am Ende siegten die Dortmunder - wenn auch im Elfmeterschießen.

Autor: Daniel Berg

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