Leroy Sané erzielte das Tor des Tages für den FC Schalke 04 - dabei spielte er gar nicht so gut. Wir haben die Stimmen zum 1:0 in Stuttgart gesammelt.

Schalke-Stimmen

"Es war kein gutes Spiel von mir"

Andreas Ernst
21. September 2015, 09:45 Uhr
Foto: firo

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Leroy Sané erzielte das Tor des Tages für den FC Schalke 04 - dabei spielte er gar nicht so gut. Wir haben die Stimmen zum 1:0 in Stuttgart gesammelt.

André Breitenreiter (Trainer FC Schalke 04): "Wir haben völlig unverdient gewonnen. Wir waren im Kopf nicht schnell genug, die Abstände waren zu groß. Stuttgart hat bärenstark gespielt, war griffig, spritzig und spielfreudig. Ralf Fährmann hat weltklasse gehalten. Es ist wichtig für uns, diesen schmutzigen Sieg mitzunehmen und uns oben festzusetzen. In einer Woche fragt kein Mensch mehr danach, wie wir dieses Spiel gewonnen haben."

Horst Heldt (Manager FC Schalke 04): "Es gab tatsächlich eine Phase, in der ich gedacht habe: Es ist alles brenzlig und auf Kante, aber Ralf Fährmann hält so viele Bälle, dann wird er auch den Rest halten. Dann ist es gar nicht so nervenaufreibend... Wir haben heute einen glücklichen Sieg eingefahren. Wir waren vom Kopf her müde, haben zu viel zugelassen. Man muss auch mal dreckige Siege mitnehmen und das war so einer. Darüber freuen wir uns. Wir wissen aber auch, dass wir am Mittwoch gegen Frankfurt anders auftreten müssen. Das ist auch die Erkenntnis in der Kabine von jedem Spieler gewesen."

Heldt über Ralf Fährmann: "Natürlich hat es Ralf verdient, für die Nationalmannschaft nominiert zu werden. Aber man muss konstatieren, dass der Bundestrainer da die Qual der Wahl hat. Es gibt gibt auch andere Torhüter, die konstant gute Leistungen bringen."[b]

Heldt über Leroy Sané:[/b] "Leroy muss noch reifen, aber er hat eine Spielweise, die den Unterschied ausmachen kann. Er lässt sich nicht beirren, wenn es mal nicht so läuft wie erwartet. Auch wenn er leicht Bälle verliert, macht er im nächsten Moment einen Beinschuss und vollendet einen gut geführten Konter zu einem tollen Tor. Das zeigt, dass er Vertrauen hat in seine Qualität. Unser Trainerteam versucht, ihn weiterzuentwickeln - und Leroy hört gut zu."

Ein Spiel hat 90 Minuten - diesmal haben die sich angefühlt wie 180
Ralf Fährmann

Ralf Fährmann (FC Schalke 04): "Ein Spiel hat 90 Minuten - diesmal haben die sich angefühlt wie 180. Wir hatten sehr, sehr viel Glück. Wir können uns beim Fußball-Gott bedanken, dass er uns drei Punkte geschenkt hat. Aber das Glück hat der Tüchtige. Wir haben in den letzten Wochen hart trainiert, kontinuierlich konzentriert gearbeitet - das haben wir jetzt ein bisschen zurückbekommen. Man hat gespürt, dass die Stuttgarter mit null Punkten ins Spiel gegangen sind. Wenn du dann die ersten zwei, drei Chancen nicht machst, fängt der Kopf an zu arbeiten. Das ist das Schlimmste, was im Fußball passieren kann. Darauf haben wir in der Halbzeit noch einmal hingewiesen: Heute ist ein verhexter Tag. Den Stuttgartern gelingt viel, aber das Tor ist wie zugenagelt."

Fährmann über Bundestrainer Joachim Löw: "Ich wusste nicht, dass er im Stadion war. Ich wusste, dass meine Mama, mein Bruder und mein Berater im Stadion waren. Das hat mich gefreut. Auf Zypern waren sie auch schon mit. Vielleicht müssen sie jetzt alle kündigen und immer mitfahren..."

Leroy Sané (FC Schalke 04): "Es war kein gutes Spiel von mir, das muss ich ehrlich zugeben. Ich habe in der Halbzeit eine Ansage vom Trainer bekommen, der mehr von mir in der Arbeit nach hinten erwartet hat. Die Stuttgarter hatten sehr viele Torchancen. Ralf Fährmann hat sehr viel gehalten. Deshalb ist es ein glücklicher Sieg."

Alexander Zorniger (Trainer VfB Stuttgart): "Dieses Spiel hätten wir niemals verlieren dürfen - aber wir tun das im Moment. Unser Weg ist alternativlos. Ich wüsste nicht, wo ich Fehler suchen sollte - mit Ausnahme der Chancenauswertung."

Christian Gentner (VfB Stuttgart): "Wir nutzen wieder unsere Chancen nicht, stehen wieder mit leeren Händen da - das ist brutal. Aber alles kann nicht so schlecht sein, wenn wir nach fünf Niederlagen Applaus bekommen. Die Fans erkennen unsere Leistung an."

Autor: Andreas Ernst

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