RWO hat seine Mini-Krise eindrucksvoll beendet. Nach den enttäuschenden Resultaten der letzten Wochen wurde das derzeit wohl stärkste Team der Liga bezwungen.

RWO

Zimmermann lobt seine "Malocher"

Martin Herms
17. September 2015, 16:17 Uhr
Foto: Ketzer

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RWO hat seine Mini-Krise eindrucksvoll beendet. Nach den enttäuschenden Resultaten der letzten Wochen wurde das derzeit wohl stärkste Team der Liga bezwungen.

Ismail Atalan kann auf eine beeindruckende Bilanz als Trainer der Sportfreunde Lotte blicken. Seit der Winterpause der vergangenen Saison ist der 35-Jährige bei den Tecklenburgern im Amt. Seitdem verlor der West-Meister des Jahres 2013 nur zwei Partien - beide gegen Rot-Weiß Oberhausen. Die 0:2-Pleite am Mittwochabend im Stadion Niederrhein war zugleich die erste Niederlage der Saison für den Aufstiegskandidaten, der sich in den vergangenen Wochen so stark präsentierte. "Ich bin seit zehn Monaten Trainer bei Lotte und hab in der Zeit zweimal verloren. Und beide Niederlagen waren gegen RWO. Ich muss dazu sagen, dass dieser Sieg für Oberhausen absolut verdient war", sagte Atalan.

Auch wenn die Tecklenburger auf einige wichtige Eckpfeiler wie Bernd Rosinger oder Tim Gorschlüter verzichten mussten, durften sich die Oberhausener nach einer starken Vorstellung vor heimischem Publikum zurecht auf die Schulter klopfen. Denn schließlich traten auch die Kleeblätter arg dezimiert an. Mit dem 19-jährigen Ferdi Acar musste ein Eigengewächs den Kader auffüllen. Spielerisch begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Entscheidend für den Ausgang dieser hektischen und kampfbetonten Partie war aus Sicht von RWO-Trainer Andreas Zimmermann hingegen eine alte Oberhausener Grundtugend. "Die Maloche hat den Unterschied gemacht", befand Zimmermann. "Ich habe den Jungs klargemacht, dass wir nur mit vollem Einsatz gegen dieses Team bestehen können und die Mannschaft hat genau das umgesetzt. Die Fans sind zufrieden nach Hause gegangen."

Wenn wir so auftreten, schlagen wir am Samstag auch Wiedenbrück
David Jansen

Nach dem 1:1 in Dortmund und den beiden Platzverweisen für Felix Haas und Patrick Bauder drohte den Rot-Weißen erneut Ungemach. Doch die richtige Reaktion erfolgte schon im Vorfeld aus dem Kreis der Mannschaft. Torjäger [person=2950]David Jansen[/person], der nach seinem Muskelfaserriss noch längst nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist, gab grünes Licht für einen Einsatz von Beginn an. "Er hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Auch wenn er noch nicht zu 100 Prozent in Form ist, hat er uns mit seiner Präsenz geholfen. Das war ein wichtiges Zeichen", lobte Zimmermann.

Ob der überraschende Dreier gegen die Sportfreunde tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung war, wird wohl erst das nächste Heimspiel am Samstag gegen den SC Wiedenbrück (14 Uhr) aufzeigen. Dass die Kleeblätter in der Lage sind, an guten Tagen die besten Teams der Liga zu schlagen, ist längst bekannt. Nun gilt es, dieses Potential auch gegen vermeintlich schwächere Teams abzurufen. Rückkehrer Jansen gibt auch dieses Mal die Marschroute vor. "Gegen Lotte hat sich die Mannschaft 90 Minuten zerrissen. Das müssen wir in jedem Spiel hinbekommen. Wenn wir so auftreten, schlagen wir am Samstag auch Wiedenbrück. Davon bin ich überzeugt."

Autor: Martin Herms

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