Beim FC Kray dreht sich vor der neuen Saison das Transfer-Karussell kräftig: vier Spieler verließen den Verein, fünf neue Akteure suchen dagegen ihr Glück an der Buderusstraße, darunter: Björn Strübing, Essener „Jung“ und Hoffnungsträger für die Offensiv-Abteilung. Der torgefährliche Mittelfeldakteur kommt vom Verbandsligisten Viktoria Goch, bei dem er sich in der letzten Saison aufgrund einer langwierigen Verletzung nicht durchsetzen konnte.

FC Kray: Neustart für Hoffnungsträger Strübing

Hält diesmal das Knie?

md
21. Juli 2007, 09:07 Uhr

Beim FC Kray dreht sich vor der neuen Saison das Transfer-Karussell kräftig: vier Spieler verließen den Verein, fünf neue Akteure suchen dagegen ihr Glück an der Buderusstraße, darunter: Björn Strübing, Essener „Jung“ und Hoffnungsträger für die Offensiv-Abteilung. Der torgefährliche Mittelfeldakteur kommt vom Verbandsligisten Viktoria Goch, bei dem er sich in der letzten Saison aufgrund einer langwierigen Verletzung nicht durchsetzen konnte.

Der bisherige Tiefpunkt in Strübings Karriere, der schon als Jugendlicher mit seinem Körper zu kämpfen hatte. Als 12-Jähriger wechselte der versierte Techniker von seinem Heimatverein SV Holsterhausen zur Talentschmiede des ETB Schwarz-Weiß Essen und wusste dort mit seiner Schnelligkeit und seinem Zug zum Tor zu gefallen. Immer wieder wurde er jedoch von mal kleineren, mal größeren Blessuren zurückgeworfen. Trotzdem schaffte er nach der A-Jugend den Sprung in den Oberliga-Kader.

„Mein erstes Jahr im Seniorenbereich war allerdings die Hölle für mich“, verrät der 23-Jährige, „Ich habe nicht eine Minute gespielt, zum Glück wurde es in der zweiten Saison besser.“ Dort kam Strübing unter dem damaligen Trainer Klaus Täuber auf über 20 Einsätze und einige Treffer. „In meiner dritten Spielzeit holte mich mein Verletzungspech wieder ein. Meine Kniescheibe sprang raus und ich brachte es nur zu einer Handvoll Spielen.“, erklärt der gelernte Versicherungskaufmann. Ein Vereinswechsel war die fast schon logische Folge.

Bei Viktoria Goch sollte alles besser werden, doch abermals kam dem talentierten Essener sein Knie in die Quere: „Im letzten Spiel der Vorbereitung sprang erneut die Kniescheibe raus, so dass ich ein halbes Jahr ausgefallen bin und nur zu 13 Einsätzen kam. Trotzdem wurde mein Kontrakt zunächst verlängert.“ Davon wollte der Verein aber nur wenige Wochen später nichts mehr wissen und legte dem als Hoffnungsträger verpflichteten „Zehner“ einen erneuten Vereinswechsel nahe.

Über Freunde kam der Kontakt zum FC Kray zustande, aber auch mit dem SV Burgaltendorf verhandelte Strübing. „Letztlich hat die sportliche Perspektive den Ausschlag gegeben. Kray will diese Saison aufsteigen und ich werde alles dafür tun, meinen Teil dazu beizutragen“, verspricht der Neuzugang. Sein Knie steht ihm dabei nicht im Weg, die Verletzung ist vollständig geheilt, lediglich an der Fitness mangelt es noch - „Aber das bekomme ich mit unseren Trainern Wolfgang Priester und Jürgen Lucas in den Griff.“

Mit dem Traum von der großen Fußballer-Karriere hat Strübing unterdessen abgeschlossen: „Das Thema ist durch. In den letzten Jahren gab es für mich nichts außer Fußball, von der beruflichen Ausbildung mal abgesehen. Jetzt möchte ich mein Leben auch mal genießen und mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen. Das kam bisher eindeutig zu kurz. Aber die Fans müssen sich keine Sorgen machen. Ich bin nicht der Typ für Eskapaden und daran wird sich auch nichts ändern.“

Autor: md

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