Gelöste Stimmung an der Hafenstraße. Nachdem in der Liga bislang nur Verteidiger Gino Windmüller getroffen hatte, waren nun die Stürmer dran.

RWE

Den Frust von der Seele geballert

26. August 2015, 15:07 Uhr
Foto: firo

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Gelöste Stimmung an der Hafenstraße. Nachdem in der Liga bislang nur Verteidiger Gino Windmüller getroffen hatte, waren nun die Stürmer dran.

Marwin Studtrucker traf beim 9:1-Torfestival gegen den TuS Erndtebrück dreifach, Marcel Platzek steuerte zwei Treffer bei. „Wir konnten uns die kleine Unzufriedenheit aus den ersten Spielen von der Seele ballern“, erklärte [person=2002]Studtrucker[/person] nachher erfreut. Dass der Ligaauftakt auch bei der Mannschaft für ein wenig Frust gesorgt hatte, wollte nach dem Abpfiff niemand verheimlichen. Da kam es RWE gelegen, dass die Gäste aus dem Wittgensteiner Land den Aufbaugegner gaben.

"Schön, dass bei allen so gut der Knoten geplatzt ist. Nicht nur bei mir, sondern auch bei Platzek und Baier", sagte Studtrucker. Die bisherige Saison war für die Essener Stürmer wahrlich keine glückliche. Studtrucker war der einzige Angreifer, der schon in der Vorbereitung regelmäßig traf. Im Niederrheinpokal und nun gegen Erndtebrück konnte er daran anknüpfen. Sein Nebenmann [person=2063]Platzek[/person] hatte in den Testspielen noch unter Ladehemmung gelitten, vielleicht hat er sich gegen den TuS nun freigeschwommen. [person=25120]Kevin Behrens[/person] sitzt derweil auf dem Trockenen. Nach seiner unnötigen Roten Karte aus dem Pokal darf er nun auch in der Liga vorerst nur zuschauen. Der 24-Jährige wurde für vier Wochen gesperrt.

Womöglich hat Behrens‘ Aussetzer dazu beigetragen, dass die Verantwortlichen Malcom Olwa-Luta gerade jetzt einen Vertrag gegeben haben. Der 20-Jährige trainiert schon seit geraumer Zeit an der Hafenstraße mit und unterschrieb am Dienstag ein Arbeitspapier bis Juni 2017. Der junge Angreifer, der bis zum Sommer beim FC Heimstetten in der Regionalliga Süd unter Vertrag stand, musste in Essen erst beweisen, dass er nach einem Schienbeinbruch wiederhergestellt ist. Zu diesem Schluss sind Siewert und der Sportliche Leiter Andreas Winkler offensichtlich inzwischen gekommen. „Er macht mit jeder Trainingseinheit erkennbare Fortschritte und hat sicherlich noch nicht komplett zu alter Stärke zurückgefunden. Wir dürfen uns aber schon jetzt auf einen extrem schnellen Angreifer freuen, der weiß, wo das Tor steht“, kommentierte Winkler die Verpflichtung.

Studtrucker und Platzek zeigen sich treffsicher, Olwa-Luta ist nun auch eine Alternative. Sind die Personalplanungen in der Offensive damit abgeschlossen? Noch hat RWE ein paar Tage Zeit, falls der Verein doch noch für Verstärkung im Angriff sorgen möchte.

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