Montag war auf Schalke trainingsfrei. Dennis Aogo nutzte den Tag, um mit seiner Freundin am Abend ins Kino zu gehen.

Schalke

Auch Aogo profitiert von der Aufbruchstimmung

Christoph Winkel
19. August 2015, 09:13 Uhr
Foto: firo

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Montag war auf Schalke trainingsfrei. Dennis Aogo nutzte den Tag, um mit seiner Freundin am Abend ins Kino zu gehen.

Auf Facebook veröffentlichte er ein Bild, auf dem er mit einer Tüte Popcorn und einem Becher Cola zu sehen ist. Dazu schrieb er: „Heute Abend mal ein bisschen Kultur. Morgen dann wieder zweimal Training.“

Klar, dass die ersten Kommentare auf Facebook nicht lange auf sich warten ließen. Die fast einhellige Meinung: Das hast Du Dir verdient! In der vergangenen Saison hätte der Schalke-Fan wohl noch ganz anders reagiert. Aber nach dem erfolgreichen Saisonstart darf es eben gerne auch mal ein Kinobesuch sein, dazu sogar Cola und Popcorn.

Den Filmtitel weiß Dennis Aogo am Tag nach dem Kinobesuch allerdings nicht mehr. „Ich kann ihnen nur die Handlung erzählen“, sagte der 28-Jährige. Die Filmstory sei ein bisschen flach gewesen. „Aber für so einen netten Abend mit der Freundin bei total schlechtem Wetter war es ganz gut“, verriet er und lachte.

Vorsprung vor Sead Kolasinac

Seit Dienstag gehört seine Aufmerksamkeit aber wieder allein dem FC Schalke 04, die Vorbereitung auf das Spiel gegen den SV Darmstadt 98 hat begonnen. Der Aufsteiger ist am Samstagnachmittag in der Veltins-Arena zu Gast (ab 15.30 Uhr live in unserem Ticker) und Aogo weiß, wie gefährlich es sein kann, zu Beginn einer Saison gegen einen Aufsteiger zu spielen. Der Linksverteidiger baut da auch auf seinen Trainer André Breitenreiter. „Der Trainer weiß ja genau, wie das mit einem Aufsteiger ist, mit der ganzen Euphorie. Er kann uns einiges erzählen, das wird uns in der Vorbereitung auf das Spiel helfen.“ Stimmt: Mit dem SC Paderborn startete Breitenreiter in der vergangenen Saison furios, dann folgte doch noch der Abstieg.

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Dennis Aogo hat das Vertrauen gerechtfertigt, das ihm André Breitenreiter geschenkt hat. Im Duell mit Sead Kolasinac auf der linken Verteidigerposition hat er derzeit klar die Nase vorn. Sowohl beim 5:0-Sieg im DFB-Pokal beim MSV Duisburg, als auch am Samstag beim 3:0-Erfolg bei Werder Bremen spielte der ehemalige Nationalspieler stark. „Bis hierhin klappt das ganz gut“, sagte Aogo und ergänzte: „Aber wer mich näher kennt, der weiß, dass ich einen hohen Anspruch an mich habe. Ich kann noch zulegen. Deshalb werde ich jeden Tag hart arbeiten, um dahin zu kommen, wo ich mich selbst sehe.“

Selbstverständlich profitiert auch Aogo von der Aufbruchstimmung auf Schalke, mit einem guten Gefühl lässt es sich eben auch besser Fußball spielen. „Es ist der Effekt eingetreten, den man sich wünscht, wenn man einen neuen Trainer verpflichtet. Wir wollten alle, dass die Stimmung in der Mannschaft und im Verein gut ist“, sagte er.

Dennis Aogo weiß aber auch: „Intern ist es ein bisschen anders als extern. Wir wissen, dass noch nicht alles Gold ist, was glänzt.“ Im Spiel gegen Werder habe es Phasen gegeben, in denen nicht das umgesetzt wurde, was sich die Mannschaft vorgenommen hatte. André Breitenreiter habe das auch „klar und deutlich“ angesprochen. Aogo: „Wir wissen das richtig einzuordnen und freuen uns über drei Punkte, sind aber jetzt nicht euphorisiert und denken, wir putzen jeden Gegner so weg.“

Sollte Schalke am Samstag aber etwa den SV Darmstadt 98 wegputzen und das ohne Gegentor, hätte die Mannschaft sogar einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Noch nie sind die Königsblauen mit zwei Zu-Null-Siegen in die Saison gestartet. Großes Kino, kann man dann sagen.

Autor: Christoph Winkel

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