Rot-Weiß Oberhausen startet erneut mit hohen Ambitionen in die neue Regionalliga-Saison. Wir haben die Kleeblätter vor dem Start genau unter die Lupe genommen.

RWO im Test

Für ganz oben reicht es nicht

Martin Herms
30. Juli 2015, 12:07 Uhr
Foto: Ketzer

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Rot-Weiß Oberhausen startet erneut mit hohen Ambitionen in die neue Regionalliga-Saison. Wir haben die Kleeblätter vor dem Start genau unter die Lupe genommen.

Für RWO kommt es gleich zu Beginn knüppeldick. Das Auswärtsspiel bei der Kölner Viktoria ist die aktuell wohl schwerste Aufgabe, die das Team von Trainer Andreas Zimmermann erwischen konnte. Nach zwei starken Spielzeiten soll am Samstag der Startschuss für den ganz großen Sprung erfolgen.

Vorbereitung
Insgesamt sechs Testspiele hat RWO absolviert. Dabei mussten sich die Kleeblätter nur dem Zweitligisten VfL Bochum geschlagen geben. Die Aufgaben gegen die unterklassigen Teams wurden souverän gelöst, gegen den holländischen Zweitligisten Fortuna Sittard und Fortuna Köln zeigten die Oberhausener gute Ansätze. Zimmermann ließ zumeist in einem offensiven 4-4-2-System agieren und gab allen Akteuren des Kaders regelmäßig Spielpraxis.

Testspiele
RWO – Fortuna Köln 1:0
SF Königshardt - RWO 0:10
RWO - VfL Bochum 0:2
SC Velbert - RWO 0:4
SV Lippstadt - RWO 0:2
RWO - Fortuna Sittard 2:2

Torschützen: Engelmann (6), Schiebener (4), Steinmetz (3), Bauder (2), Krystofiak, Jansen, Haas (je 1).

Stärken
Andreas Zimmermann musste keine langen Taktik-Sitzungen abhalten, um der Mannschaft seine Spielphilosophie zu erklären. Das hat der Ex-Profi bereits hinter sich und da erneut der Großteil des Kaders gehalten wurde, werden die Kleeblätter gerade zu Beginn einen Vorteil gegenüber Konkurrenten wie Viktoria Köln haben, die einen großen Umbruch vollzogen haben. Stattdessen hat sich RWO gezielt verstärkt. Der Abgang von Philipp Kühn wurde durch Robin Udegbe gut kompensiert. In der Offensive hat Zimmermann nach der Verpflichtung von Simon Engelmann die Qual der Wahl.



Schwächen
Der langfristige Ausfall von Robert Fleßers wird die Mannschaft hart treffen. In einem homogenen Team gehört der Ex-Gladbacher zu den wenigen Spielern, die aufgrund ihrer individuellen Klasse den Unterschied ausmachen können. RWO hat sich durchaus vielversprechend verstärkt, in der Breite fehlt jedoch weiterhin die absolute Qualität, um sich auf Dauer gegen Viktoria Köln oder Alemannia Aachen durchsetzen zu können.

Prognose
RWO hat sich im Vergleich zum Vorjahr weiterentwickelt. Spielerisch ist das Team auf einem sehr hohen Niveau und besonders die Abteilung Attacke wird mit dem Trio Jansen, Engelmann und Steinmetz viele Siege einfahren. Für den erhofften Angriff auf Platz eins wird es aber nach Rang drei und vier in den Vorjahren erneut nicht reichen. Am Ende wird sich Oberhausen zwischen Rang drei und fünf einpendeln. Mehr ist mit den geringen finanziellen Mitteln des Klubs auch nicht drin.

Autor: Martin Herms

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