Durch die 1:3-Pleite gegen die Hammer SpVg sind die Abstiegssorgen in Herne wieder größer geworden. Wir haben mit dem 1. Vorsitzenden Sascha Loch gesprochen.

Westfalia Herne

Harsche Kritik vom Chef

Tobias Hinne-Schneider
02. Juni 2015, 14:12 Uhr
Foto: Griepenkerl

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Durch die 1:3-Pleite gegen die Hammer SpVg sind die Abstiegssorgen in Herne wieder größer geworden. Wir haben mit dem 1. Vorsitzenden Sascha Loch gesprochen.

Sascha Loch, Westfalia Herne steckt mittendrin im Abstiegskampf, wie beurteilen Sie die aktuelle Situation?
Durch die Niederlage in Hamm ist unsere Ausgangslage natürlich noch bescheidener geworden, aber nicht hoffnungslos. Wir haben alles selbst in der Hand, dafür muss die Mannschaft allerdings mehr Gas geben als zuletzt.

Das heißt, die Leistungen der Mannschaft haben Ihnen nicht mehr gefallen?
Leider nicht! In Hamm war das gar nichts, die Jungs haben ängstlich agiert, niemand hat das Zepter in die Hand genommen und mal den Ball gefordert.

Es verbleiben zwei Spiele, um den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. Wird die Mannschaft noch einmal eindringlich vom Vorstand eingeschworen?
Nein, das überlassen wir dem Trainer. Wir tauschen uns mit Holger Wortmann aus, wollen ihn nicht noch zusätzlich unter Druck setzen. Fakt ist aber, es muss von der Mannschaft wieder mehr kommen.

Nach der Hinrunde hatte die Westfalia lediglich sechs Punkte auf dem Konto, 21 Zähler sind in der Rückrunde dazu gekommen, was stimmt trotzdem noch nicht?
Die Einstellung einzelner Akteure macht mich manchmal sprachlos, die spielen heute so und morgen wieder anders. Dennoch kann ich festhalten, dass wir für jeden Gegner unangenehmer geworden sind.

Die Saison neigt sich dem Ende entgegen. Noch ist nicht abzusehen, in welcher Liga sie in der nächsten Saison antreten werden. Wie laufen die Planungen?
Gut, wir haben bereits frühzeitig angefangen, werden aber keine Namen preisgeben, bevor die Saison nicht beendet ist. Nur so viel: Auf der Trainerposition möchten wir keine Veränderung vornehmen. Holger Wortmann ist alleine für die Situation verantwortlich, in der wir uns befinden, dass wir den Klassenerhalt wieder in der eigenen Hand haben. Er hat frischen Wind reingebracht und die nötigen Punkte geholt.

Wie hart würde ein Abstieg Westfalia Herne treffen?
Es wäre ein Genickbruch! Trotzdem würden wir weiterkämpfen. Auch in der Westfalenliga wären wir so gut aufgestellt, um oben anzugreifen.

Welche langfristigen Ziele verfolgen Sie mit der Westfalia?
Der Verein muss sich neu aufstellen, in der Vergangenheit ist einiges schief gelaufen. Es ist aber verdammt schwer, ehrenamtliche Mitarbeiter und Sponsoren in unserer Umgebung zu finden. Natürlich möchten wir in Zukunft eine Mannschaft aufbauen, mit der sich unsere Zuschauer wieder identifizieren können.

Autor: Tobias Hinne-Schneider

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