Der AC Mailand hat in der Serie A den Ausrutscher des Tabellenführers Juventus Turin ausgenutzt.

Milan verkürzt Abstand zu Juve

jso
06. Februar 2005, 22:29 Uhr

Der AC Mailand hat in der Serie A den Ausrutscher des Tabellenführers Juventus Turin ausgenutzt. "Milan" feierte in letzter Minute einen 2:1-Sieg gegen Lazio Rom und rückt bis auf zwei Zähler an "Juve" heran.

Der AC Mailand hat im Titelkampf der italienischen Serie A am 23. Spieltag den Rückstand zum erneut strauchelnden Tabellenführer Juventus Turin bis auf zwei Zähler verkürzen können. Milan gelang am Sonntagabend im heimischen Giuseppe-Meazza-Stadion ein 2:1 (0:0)-Erfolg gegen Lazio Rom. Die Gästeführung durch Massimo Oddo (54.) per Foulelfmeter glich Andrej Schewtschenko nach 73 Minuten aus. Den Siegtreffer besorgte Argentiniens Stürmerstar Hernan Crespo in der Schlussminute.

Bereits am Samstag hatte sich "Juve" einen peinlichen Ausrutscher erlaubt. Der Rekordmeister verlor 0:1 beim Aufsteiger US Palermo. Das Siegtor erzielte Brienza vor 34.047 Zuschauern in der zwölften Minute.

Auch Inter Mailand musste sich beim AC Parma mit einem 2:2 (0:1) zufrieden gegen und büßte somit Rang drei in der Tabelle ein. Den hat nun Udinese Calcio durch einen 1:0-Auswärtserfolg bei Brescia inne. Der Abstand auf Tabellenführer Juve beträgt jedoch immer noch zehn Punkte.

Mailand künftig ohne Präsident

Unterdessen wurde bekannt, dass nach dem Rücktritt von Silvio Berlusconi das Präsidentenamt beim Meister AC Mailand nicht mehr besetzt werden soll. Bei der am 28. April geplanten Aufsichtsratsitzung des Traditionsklubs soll der Posten gestrichen werden. Das berichtet die italienische Tageszeitung Corriere della Sera.

Demnach soll Adriano Galliani, der Vizepräsident des Klubs und Ligachef, weiterhin auch als Geschäftsführer die Geschicke des Klubs leiten. Der italienische Regierungschef Berlusconi hatte Galliani in der Vergangenheit des öfteren den Posten des Präsidenten angeboten. Galliani lehnte jedoch ab.

Berlusconi hatte Ende Dezember sein Präsidentenamt zur Verfügung stellen müssen, nachdem ein neu eingeführtes Gesetz dem Regierungschef aktive Führungspositionen an der Spitze von Unternehmen und Gesellschaften untersagt hatte. In Milan-Kreisen wurde ausgeschlossen, dass Berlusconis ältester Sohn Piersilvio die Leitung des Traditionsklubs übernehmen könnte. Berlusconi war seit März 1986 Präsident des norditalienischen Spitzenklubs.

Autor: jso

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