Rückzug aus Westfalenliga

Langscheid in die "Bundesliga"

20. Februar 2015, 18:41 Uhr

Westfalenligist SuS Langscheid/Enkhausen zieht seine Mannschaft im Sommer aus der Westfalenliga zurück.

Grund dafür sei die schwierige Situation, in der sich der Platzhirsch am Sorpesee befinde. Für die kommende Saison hat der Verein einen Antrag für die Bezirksliga gestellt.

RS sprach mit Uli Wünnenberg, 1. Vorsitzender des Vereins.

Herr Wünnenberg, welche Gründe haben zu der Entscheidung geführt, die Mannschaft zur kommenden Saison abzumelden?
Die Gründe sind vielschichtig. In erster Linie geht es um den sportlichen Erfolg. Wir kämpfen seit mehr als zehn Jahren um den Verbleib in der Liga. Dazu kam, dass sich unsere Sponsoren immer mehr zurückgezogen haben. Letztlich haben wir unserer sportlichen Leitung die Entscheidung überlassen. Ich trage sie voll mit, auch wenn ich nicht der erste war, der dafür gestimmt hat.

Sie sind aber im Ganzen damit einverstanden?
Ja, ich muss zugeben, dass die Situation in der Liga uns alle sehr angespannt hat. Ich fühle mich mit Blick darauf auch ein wenig müde.

Hätten es Ihre Sponsoren nicht lieber gesehen, wenn Sie "nur" in die Landesliga gegangen wären? Warum musste es die Bezirksliga sein?
Ja, das ist gut möglich. Vielleicht wird das auch nicht überall begrüßt. Aber - und das ist wichtig zu wissen - die Liga gilt hier als die "Bundesliga des Sauerlands".

Das klingt aber etwas merkwürdig...
Das mediale Interesse ist einfach größer. Dort spielen viele Mannschaften aus dem Sauerland gegeneinander.

Hat vielleicht auch die fehlende Konkurrenz in der Westfalenliga dazu geführt, dass das Zuschauerinteresse gesunken ist?
Das mag sein. Es wäre sicher spannender gewesen, wenn die ein oder andere Mannschaft aus unserer Region mit nach oben gegangen wäre. Wir waren immer ein wenig der Ausreißer in unserer Stadt. Man sieht es heute noch: Wenn wir nach Wickede oder Hombruch fahren, kommt kaum ein Auswärts-Fan mit. Es kommt ja noch dazu, dass unsere Anlage sehr weit entfernt liegt. Wir müssen Spieler aus dem Umkreis holen. Da sind wir auf dem Transfermarkt nicht so flexibel wie Mannschaften, die Spieler vom Nachbarn holen können.

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