Durch Bayern Münchens Shopping-Tour im ganz großen Stil steuert die Fußball-Bundesliga an der Wechselbörse auf einen Transferrekord zu. Mit seinen Investionen von bislang 57 Millionen Euro in neue Spieler hat der Rekordmeister einen Anteil von über 50 Prozent an den Ausgaben der Erstligisten für bislang 90 Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 107,3 Millionen Euro. Am tiefsten hatten die Klubs des Oberhauses vor der Saison 2001/02 für Verstärkungen ins Portemonnaie gegriffen, als die Bilanz Ende August bei Schließung der Transferliste Ausgaben von umgerechnet über 147 Millionen Euro auswies.

Bundesliga-Transfers: Rekord dank Bayern-Shopping-Tour möglich

Schon 108 Millionen für neue Spieler

12. Juni 2007, 12:49 Uhr

Durch Bayern Münchens Shopping-Tour im ganz großen Stil steuert die Fußball-Bundesliga an der Wechselbörse auf einen Transferrekord zu. Mit seinen Investionen von bislang 57 Millionen Euro in neue Spieler hat der Rekordmeister einen Anteil von über 50 Prozent an den Ausgaben der Erstligisten für bislang 90 Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 107,3 Millionen Euro. Am tiefsten hatten die Klubs des Oberhauses vor der Saison 2001/02 für Verstärkungen ins Portemonnaie gegriffen, als die Bilanz Ende August bei Schließung der Transferliste Ausgaben von umgerechnet über 147 Millionen Euro auswies.

In der vergangenen Saison betrug die Summe aller fälligen Transfersummen rund 110 Millionen Euro. Der in der abgelaufenen Saison auf Rang vier der Bundesliga abgestürzte Abonnement-Champion verpflichtete den französischen Nationalspieler Franck Ribery (für 25 Millionen Euro von Olympique Marseille verpflichtet), Italiens Weltmeister Luca Toni (11 Millionen/AC Florenz), Nationalspieler Marcell Jansen (10/Borussia Mönchengladbach), Jose Ernesto Sosa (10/Estudiantes de la Plata) und `Schnäppchen´ Jan Schlaudraff (1,0/Alemannia Aachen).
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/827-1850_preview.jpeg Luca Toni (Foto: firo). [/imgbox]
Außerdem wird immer noch über einen sofortigen Transfer von WM-Torschützenkönig Miroslav Klose (Werder Bremen), der ansonsten wohl 2008 an die Isar wechselt, diskutiert. Wie sehr München durch seine personelle Aufrüstung die Muskeln spielen ließ, verdeutlicht der Vergleich mit der Konkurrenz. Bayer Leverkusen als momentane Nummer zwei der Großeinkäufer gab gerade einmal 13,7 Millionen Euro aus - nur rund ein Viertel der Bayern-Investionen.

Auf Rang drei folgt mit nochmals nur etwas mehr als der Hälfte von Leverkusens Aufwand der einstige Krösus Borussia Dortmund (7,8 Millionen Euro). Die Plünderung ihres viel gerühmten Festgeld-Kontos federte bei den Bayern jedoch auf der Einnahmen-Seite der Verkauf des englischen Nationalspielers Owen Hargreaves für 26 Millionen Euro an Manchester United spürbar ab. Auch Leverkusen deckte ein Großteil seiner Ausgaben durch Transfer-Erlöse in Höhe von 9,45 Millionen Euro. Unwesentlich mehr verbuchte auf der Habenseite, wohin bislang bei allen Vereinen zusammen 59,45 Millionen Euro flossen, nur noch der VfL Wolfsburg mit 9,5 Millionen Euro.

Die Niedersachsen verzeichnen dadurch bei eigenen Ausgaben von 4,75 Millionen Euro in der laufenden Transfer-Periode mit 4,75 Millionen Euro gleichauf mit Energie Cotbbus auch den bislang höchsten Überschuss aller Vereine. Auf schwarze Zahlen kommen an der Wechsel-Börse momentan lediglich noch der VfL Bochum (plus 2,65 Millionen Euro), Arminia Bielefeld (2,5) und DFB-Pokalsieger 1. FC Nürnberg (1,9). Deutliche Minus-Beträge erwirtschaften neben den Bayern (31 Millionen Euro) angesichts bislang völlig fehlender Einnahmen durch Spieler-Verkäufe auch Dortmund und der Hamburger SV (5,8 Millionen).

Insgesamt steht bei den Personalplanungen für die kommende Saisonm für elf Vereine ein negativer Saldo zu Buche. Keinerlei Geldflüsse sind bislang bei Eintracht Frankfurt und Rückkehrer Hansa Rostock zu verzeichnen gewesen. Neben diesem Duo deckte sich nur noch Bielefeld mit ablösefreien Spielern ein. Acht Klubs - Meister Stuttgart, Werder Bremen, der HSV, Hertha BSC Berlin, Frankfurt sowie das Aufsteiger-Trio mit dem Karlsruher SC, dem MSV Duisburg und Rostock - konnte seine Kasse bis jetzt noch nicht mit Erlösen aus Spieler-Verkäufen füllen.

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