Mit großem Brimborium hat Bayern München das teuerste Investment-Paket der Vereinsgeschichte der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben dem italienischen Torjäger Luca Toni, für den 11 Millionen Euro Ablöse und ein Gehalt von angeblich 5 Millionen Euro netto pro Jahr fällig werden, präsentierte der deutsche Rekordmeister auch den kurzerhand eingeflogenen Franzosen Franck Ribery. Der 24 Jahre alte Nationalspieler, für die Ablöse von 25 Millionen Euro von Olympique Marseille verpflichtet, soll rund 4 Millionen Euro netto Jahresgehalt bekommen. Beide Spieler unterschrieben Vierjahres-Verträge.

Ribery unterschreibt beim FC Bayern für vier Jahre

"Zwei Weltstars in München"

07. Juni 2007, 17:28 Uhr

Mit großem Brimborium hat Bayern München das teuerste Investment-Paket der Vereinsgeschichte der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben dem italienischen Torjäger Luca Toni, für den 11 Millionen Euro Ablöse und ein Gehalt von angeblich 5 Millionen Euro netto pro Jahr fällig werden, präsentierte der deutsche Rekordmeister auch den kurzerhand eingeflogenen Franzosen Franck Ribery. Der 24 Jahre alte Nationalspieler, für die Ablöse von 25 Millionen Euro von Olympique Marseille verpflichtet, soll rund 4 Millionen Euro netto Jahresgehalt bekommen. Beide Spieler unterschrieben Vierjahres-Verträge.

Vor 13 Kamerateams und rund 50 Medienvertretern wurden Weltmeister Toni sowie Vizeweltmeister Ribery Trikots mit der Rückennummer "9" sowie "7" überreicht, und Bayern-Manager Uli Hoeneß betonte: "Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, zwei Weltstars nach München zu holen." Zugleich erklärte er, dass mit den sechs feststehenden Neuzugängen, der fast sicheren Rückkehr von Ze Roberto und dem angestrebten vorzeitigen Transfer von Nationalstürmer Miroslav Klose, der schon vor dem feststehenden Wechsel 2008 nach München kommen soll, "unsere Einkauspolitik" beendet ist.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/001/775-1798_preview.jpeg Franck Ribery. (Foto: firo)[/imgbox]

Summen wollte Hoeneß weder dementieren noch bestätigen, sagte aber: "Wir haben unsere Schatulle aufgemacht." Ein Eigenkapital von 159 Millionen Euro und eine freie Liquididät von knapp 95 Millionen Euro hatte der FC Bayern zum Ende des Geschäftsjahres 2005/2006 ausgewiesen - auch in der abgelaufenen Saison soll Gewinn gemacht worden sein. Ein Großteil des Geldes ist nun verplant, für Ablösen und Gehälter. Für die Superstars Toni und Ribery, außerdem für die Neuzugänge Marcell Jansen, Jose Ernesto Sosa (beide zehn Millionen Euro Ablöse), Jan Schlaudraff (1), der jetzt erst mal verletzt ausfällt (Bandscheibenoperation), Hamit Altintop (ablösefrei) und aller Voraussicht nach Ze Roberto: Er soll einen Zweijahresvertrag erhalten, noch sind aber Details zu klären.

Unter anderem soll der Brasilianer auf Einsätze in der Nationalmannschaft verzichten. 57 Millionen Euro allein für Ablösesummen sind schon weg, 26 Millionen Euro kommen jedoch durch den Verkauf von Owen Hargreaves an Manchester auch wieder herein.

Bleibt noch Spielraum für einen weiteren Transfer. Klose, der 2008 auf jeden Fall ohne Ablöse nach München kommen wird, ist den Bayern bei einem angestrebten vorzeitigen Wechsel wohl 10 Millionen wert. "Wir haben selbstverständlich noch Geld", versicherte Vorstandsmitglied und "Finanzminister" Karl Hopfner mit einem Schmunzeln: "Für genau solche Situation haben wir Geld zurückgelegt." Eventuelle Verkäufe von Roy Makaay und Roque Santa Cruz könnten weitere Einnahmen bringen. "Wir haben gesagt, wir wollen die Mannschaft nach dem schwierigen abgelaufenen Jahr namhaft verstärken, dafür haben wir gewisse Regeln, die wir in den vergangenen 20 Jahren aufgestellt haben, gebrochen", sagte Hoeneß zu den Investitionen. Zugleich bat er um ein wenig Geduld für den neuen Kader: "Wir haben den Mund sehr voll genommen", räumte er ein, stellte aber auch klar: "Sicher wird es einige Zeit brauchen, bis sich die Mannschaft gefunden hat. Aber wir sind guter Dinge, dass es mit der Qualität des Kaders gelingen wird, unsere Ziele zu erreichen."

Weltmeister Toni gab schon mal die Richtung vor: "In den nächsten Jahren wird hier sicher Großes passieren."

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