Die noch laufende Saison wird für den Geisecker SV wohl enden, wie so oft in den letzten Jahren: Auf einem Platz im oberen Tabellendrittel. Derzeit belegt das Team Platz fünf, ein großer Absturz steht in den letzten sechs Runden nicht zu befürchten. Kaum eine Mannschaft spielt seit Jahren so stabil wie die Schwerter Vorstädter. Zum großen Wurf reichte es für den  GSV noch nicht, wenngleich der Klub einige Male nah am Aufstieg dran war. In der kommenden Saison steht indes ein Umbruch an. Die Verantwortlichen setzen vor allem auf junge Spieler.

Bezirksliga 14: "Junges Blut" für den Geisecker SV - Sieben A-Junioren kommen

Geisecke will Chancengleichheit

Felix Guth
26. April 2007, 14:50 Uhr

Die noch laufende Saison wird für den Geisecker SV wohl enden, wie so oft in den letzten Jahren: Auf einem Platz im oberen Tabellendrittel. Derzeit belegt das Team Platz fünf, ein großer Absturz steht in den letzten sechs Runden nicht zu befürchten. Kaum eine Mannschaft spielt seit Jahren so stabil wie die Schwerter Vorstädter. Zum großen Wurf reichte es für den GSV noch nicht, wenngleich der Klub einige Male nah am Aufstieg dran war. In der kommenden Saison steht indes ein Umbruch an. Die Verantwortlichen setzen vor allem auf junge Spieler.

Bereits sieben Zugänge stehen fest, alle sind noch im A-Jugend-Alter. Gleich sechs Talente verpflichtete man aus der Nachwuchsabteilung des "großen" Lokalrivalen VfL Schwerte. Ein Akteur kommt von Westfalia Wickede. "Wir wollen die A-Jugendlichen möglichst gebündelt holen. So haben sie untereinander noch mehr Spaß", sagt Geiseckes erster Vorsitzender Michael Faltin. Drei Spieler werden den Verein hingegen zum Saisonende verlassen. Tim Schöpf wechselt zu EtuS/DJK Schwerte, Tim Nowak und Oliver Schecking schließen sich dem B-Kreisligisten TuS Wandhofen an. Erfahrene Bezirksliga-Spieler will der Verein nur noch holen, "wenn wirklich alles passt", sagt Faltin. Zumal der aktuelle Kader um Top-Torjäger Thorsten Kramer (21 Saisontore) in seinen Augen durchaus Spitzenpotenzial besitzt. "Wenn alle gesund geblieben wären, hätte wir um Platz eins bis vier mitspielen können", glaubt der Vorsitzende. Der Top-Torschütze setzte persönlich ein positives Signal, als er trotz mehrere Angebote seinem Klub für ein weiteres Jahr zusagte.

Um auch langfristig konkurrenzfähig bleiben zu können, fordert der GSV-Boss "Chancengleichheit" und meint damit konkret den Bau einer Kunstrasenanlage. Denn die drei Schwerter Konkurrenten VfL Schwerte, ETuS/DJK Schwerte und VfB Westhofen verfügen über eine vergleichsweise luxuriöse Platzanlage, während die Geisecker auf einem maroden Ascheplatz kicken müssen. "Saniert werden muss sowieso. Da ist es doch eine Überlegung wert, ob man nicht für ein bisschen mehr Geld gleich neu baut", meint Faltin. Denn ansonsten seien vor allem Nachwuchsspieler nicht in Geisecke zu halten. Zu kommenden Saison wechselt so zum Beispiel eine komplette Mädchen-Mannschaft samt Trainern zu ETuS Schwerte.

Für Faltin ist es der liebenswerte "Dorfcharakter", der trotzdem den Reiz des GSV ausmacht. "Er geht eben noch viel über Kameradschaft", sagt er über den rund 400 Mitglieder starken Verein.

Autor: Felix Guth

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