Landesliga 3 (NR): 4. Spieltag, Vorschau & Expertentipp

Revierderby in Oberhausen

Moritz Rieckhoff
01. September 2006, 18:53 Uhr

Am vierten Spieltag steht in der Landesliga Niederrhein das Derby zwischen der Spvgg Sterkrade 06/07 und dem Tabellennachbarn und Lokalrivalen Adler Osterfeld auf dem Spielplan. Geht es nach dem Gesetz der Serie haben die Gäste aus Osterfeld gute Chancen im Stadion „Am dicken Stein“ als Triumphator vom Platz zu gehen. In der letzten Saison konnten die Sterkrader das Hinspiel der Runde in Osterfeld mit 1:0 gewinnen.

Das Rückspiel endetet 2:2 remis, wobei sich die Adler jedoch klar besser präsentierten. Ein verschossenen Elfmeter und das Auslassen bester Einschussmöglichkeiten waren der Grund dafür, dass es am Ende nur zu einem Unentschieden reichte. Beim letzten Aufeinandertreffen im Rahmen der Saisonvorbereitung gewann die von Dirk Wißel trainierte Spvgg deutlich bei den Adlern mit 5:0. Nun wären also die Osterfelder wieder am Zug. Auch Sterkrades Trainer weiß um die Serie und gibt sich dennoch optimistisch: „ Nach dem Gesetz der Serie müssten wir diesmal ein schlechtes Spiel abliefern. Aber Serien sind dazu da, um gebrochen zu werden. Wir spielen zuhause und werden deshalb voll auf Sieg spielen. Außerdem haben wir die Scharte vom letzten Wochenende auszuwetzen.“ Da verloren die Sterkrader mit 1:2 in Mölln.

"Der gegnerische Torwart muss nachher überall blaue Flecken gehabt haben, so oft haben wir den angeschossen“

Mit der Chancenauswertung im letzten Spiel hadert Übungsleiter Wißel noch immer: „Was wir da gespielt haben, war nicht mehr normal. Wir hatten gezählte 28 Chancen. Der gegnerische Torwart muss nachher überall blaue Flecken gehabt haben, so oft haben wir den angeschossen“. Bei aller Zuversicht macht dem Trainer eine Sache jedoch Sorgen: „Bei einem Derby entscheidet nicht zwangsläufig die gute Tagesform. Da gibt es viele äußere Faktoren, die ein Spiel komplett auf den Kopf stellen können.“ Positiv: Bis auf Abwehrspieler Daniel Teresiak können die Gastgeber in Bestform auflaufen.

Den dritten Sieg im vierten Spiel möchte am Sonntag die Mannschaft von TuRa 88 Duisburg feiern. Die Neudorfer haben bis jetzt lediglich beim Tabellenführer in Sonsbeck verloren und brennen darauf ihren Vormarsch auf die Tabellenspitze fortzusetzen. Ob sie der TV Jahn Hiesfeld dabei aufhalten kann ist fraglich. Die Dinslakener kommen als Tabellenneunter an den Kammerberg und wollen ihrerseits nach dem 2:1-Heimsieg gegen den SV Walbeck am letzten Spieltag einen weiteren Erfolg feiern. Mit Michael Defte fällt jedoch einer der wichtigsten Spieler im Kader von Trainer Gerd Ott aus. Im letzten Saisonspiel hatte der gelernte Mittelfeldspieler echte Torjägerqualitäten bewiesen und ein Tor selbst erzielt, sowie den zweiten Treffer vorbereitet.

Der Coach der Dinslakener hofft dennoch auf ein gutes Spiel seiner Mannschaft: „Gegen TuRa zu spielen ist immer etwas Besonderes. Wir wollen über eine starke Abwehrleistung einen Punkt entführen.“ In der Abwehr sollen Michael Reich und Tim Schürmann für die nötige Sicherheit sorgen.Ein Motivationsproblem werden seine Spieler wohl nicht haben. Ott weiß:“ Die Turaner haben ganz andere finanzielle Möglichkeiten als wir und können sich ihre Neuverpflichtungen immer aussuchen. Gegen die zu gewinnen macht natürlich doppelt Spaß.“ Im letzten Jahr gelang dies der Ott-Truppe am Kammerberg. Mit 3:1 besiegte der TV Jahn die Duisburger im eigenen Stadion.

Auf Seite 2: u.a. TuRa, Galatasaray und der DSV 1900

Autor: Moritz Rieckhoff

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