Als Quido Lanzaat den Rasen verließ und direkt zum Duell gegen Borussia Mönchengladbach befragt wurde, meinte er:

MSV: Positive Ansätze, aber "Null" stand noch nicht

Das unbedingte Tor-Verhindern

24. März 2007, 20:24 Uhr

Als Quido Lanzaat den Rasen verließ und direkt zum Duell gegen Borussia Mönchengladbach befragt wurde, meinte er: "Und wieder eine Niederlage." Doch im gleichen Atemzug hob er das Positive heraus: "Wir hatten in der zweiten Hälfte viel Ballbesitz, sind eigentlich gar nicht in Bedrängnis gekommen, bis das zweite Tor kurz vor dem Ende fiel. Ich fand den Test relativ in Ordnung, jede Partie ist dafür da, um sich Selbstvertrauen zu holen. Das ist auf jeden Fall effektiver, als nur zu trainieren."

Abwehrspieler Christian Weber, der nur im ersten Durchgang mitmischte, stellte fest: "Defensiv haben wir gut gestanden, darauf kam es nach dem Burghausen-Spiel jetzt besonders an. Das Gladbacher Führungstor war doof, es ging ein klares Foulspiel voraus." Dass zum Schluss etwas die Kräfte schwanden, war ebenfalls erklärbar. Weber: "Wir haben in den Tagen vor dem Freundschafts-Match immer zwei Einheiten absolviert und dabei richtig Gas gegeben."

Manfred Stefes, Assistenz-Trainer der Zebras, analysierte: "Ich habe es nicht so gesehen, dass wir schlecht aufgetreten sind. Die Jungs haben diszipliniert gespielt, gegen Gladbach nicht viel zugelassen. In einer Szene hat Georg Koch gut reagiert, auf der anderen Seite hatten wir zwei halbe Möglichkeiten durch Markus Kurth." Am Ende stand vorne die "Null". Stefes: "Im zweiten Durchgang hat Kai Koitka alleine vorne gespielt, er ist von Haus aus eigentlich kein Stürmer, hat sich aber trotzdem gut aus der Affäre gezogen."

Heiko Scholz, ebenfalls "Co" des MSV, bilanzierte: "Die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, werte ich als Schritt nach vorne." Manfred Stefes fügt hinzu: "Wichtig war, wieder als Mannschaft aufzutreten, kompakt zu agieren und sehr eng zusammen zu stehen. Genau das wird auch gegen Kaiserslautern wichtig sein."
Die Frage, was der Trainer-Stab nach vier Klatschen verändern kann, beantwortet der ehemalige Profi so: "Wir versuchen, bei der täglichen Arbeit das zu üben, was in der Meisterschaft zurzeit nicht klappt. Das unbedingte Tor-Verhindern muss einfach wieder reinkommen, leider hat das im Test noch nicht geklappt, dass wir hinten ohne Treffer geblieben sind. Auch, wenn es zuletzt schlecht lief, muss man die Nerven behalten. Fußball ist nun Mal gewinnen und verlieren. Nun ist es an der Zeit, den Hebel wieder umzulegen."

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