Thomas Doll, der Name war am Samstag im Westfalen-Tempel überall präsent. Wenn die Borussen den Namen auffingen, dann hatten sie schon fast strahlende Augen. Der 40-Jährige ist bei den Profis gut angekommen. Leonardo Dede:

BVB: Trainer wandelt zwischen harter Hund und Kumpeltyp

Dede mit einem "dollen" Gefühl

RS
19. März 2007, 10:04 Uhr

Thomas Doll, der Name war am Samstag im Westfalen-Tempel überall präsent. Wenn die Borussen den Namen auffingen, dann hatten sie schon fast strahlende Augen. Der 40-Jährige ist bei den Profis gut angekommen. Leonardo Dede: "Er ist ein sehr positiver Typ, genau so benötigt man auch im Fußballgeschäft. Er redet sehr viel mit uns. Damit kann er weiterhelfen." Geradezu zornig wurde der Brasilianer, als er gefragt wurde, ob der Fußball-Lehrer vielleicht nicht die nötige Härte an den Tag legen würde. "So was ist absoluter Schwachsinn. Wir sind beim Fußball, nicht beim Militär. Es bringt doch überhaupt nichts, wenn man auf die Mannschaft einprügelt. Mit seiner bisherigen Vorgehensweise wird er viel mehr erreichen. Das Gefühl habe ich schon nach wenigen Tagen."

Deckungsgleich stimmte Christian Wörns mit ein: "Jetzt die Peitsche raus zu holen, das wäre das absolut falsche Signal. Zumal man uns viel vorwerfen kann, aber nicht, dass wir uns nicht immer richtig reinhängen." Roman Weidenfeller ergänzt. "Ich glaube, man kann sagen, er ist beides, ein harter Hund, aber auch ein Kumpeltyp. Er hat schon in kurzer Zeit versucht, das Fußballspielen wieder zu vermitteln. In der Vergangenheit war das nicht der Fall."[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/000/202-204_preview.jpeg Lob für den Trainer: BVB-Keeper Roman Weidenfeller. (Foto: firo)[/imgbox]

Und dass man mit Gesprächen weiter kommt, zeigt sich bei Nelson Valdez. Doll: "Ich habe mit ihm vor dem Match zusammengessen und ihm gesagt, dass er erst einmal draußen bleibt, weil ich glaubte, eine Pause tut ihm ganz gut." Der Paraguayer widersprach nicht, auch nicht nach dem Schlusspfiff: "Das war schon in Ordnung so."

Auf die nächsten Trainingswochen freut sich schon Markus Brzenska: "Im Prinzip ist es gut, dass wir Länderspielpause haben. Es ist zwar richtig, dass einige Nationalspieler nicht da sind. Trotzdem haben wir jetzt mehr Zeit dafür, dass der Trainer seine Vorstellungen langsam aber sicher bei uns immer besser umsetzen kann. Wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Darum sollte auch nach dem 0:0 keiner enttäuscht sein. Die erste Vorgabe des Coaches, hinten endlich einmal wieder zu Null zu spielen, haben wir umgesetzt. Klar wollten wir gewinnen, aber wenn das nicht gelingt, muss zumindest der eine Zähler gesichert werden."

Autor: RS

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