Lange stand Jürgen Meier bei der DJK TuS Hordel im Fokus der Kritik. Doch bis zur katastrophalen 3:5-Pleite in Weißtal erhielt er Rückendeckung von Manager Jürgen Wellmann. Doch der Vorstand zog nun die Notbremse und beurlaubte den Trainer.

TUS HORDEL: Meier beurlaubt, Wellmann übernimmt

"Dann schmeiße ich mich selbst raus!"

15. März 2007, 21:31 Uhr

Lange stand Jürgen Meier bei der DJK TuS Hordel im Fokus der Kritik. Doch bis zur katastrophalen 3:5-Pleite in Weißtal erhielt er Rückendeckung von Manager Jürgen Wellmann. Doch der Vorstand zog nun die Notbremse und beurlaubte den Trainer. "Wir sind in akuter Abstiegsgefahr. Das Auftreten in Weißtal war mehr als blamabel", begründet Wellmann seine Entscheidung:

"Ich will Meier nicht die alleinige Schuld geben, aber wir haben gegen unsere direkten Konkurrenten Sodingen, Schwerte, Wattenscheid, Weißtal und Herten verloren. Wo sollen wir denn die Hoffnungen für eine erfolgreichere Zukunft hernehmen?"

Deswegen setzten die Verantwortlichen auf eine altbewährte Lösung: Wellmann der Feuerwehrmann. "Ich werde die Einheiten jetzt übernehmen. Alles weitere muss man abwarten", wird der Tausendsassa wieder an der Linie in verantwortlicher Position stehen. "Bevor wir uns den Vorwurf machen müssen, zu spät zu reagieren, war dies die logische Konsequenz. So ist nun einmal das Geschäft. Ich hätte die Serie gerne mit ihm zu Ende gebracht, aber nach dieser Leistung gibt es keine Ausreden mehr."

Als zuletzt Sergio Allievi seinen Hut nehmen musste, wurde ein echtes Chaos entfacht. Frank Wagner wurde nach gerade einmal drei Wochen Amtszeit noch in seinem Urlaub wieder entlassen. "Es ist ein Unterschied, denn damals wurde der Trainer der Zweiten genommen", sieht Wellmann dieses Mal keine Probleme. "Jetzt stehe ich in der Verantwortung. Natürlich kann das auch in die Hose gehen, aber dann werde ich mich halt wieder rausschmeißen. Auch ich muss mit den Gesetzen leben."

Auf der Suche nach einem Nachfolger ist er noch nicht fündig geworden. "Es spielen natürlich wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Wir können uns keinen zweiten bezahlten Mann leisten." Wellmann weiter: "Ich muss jetzt erst einmal eine klare Linie schaffen, die die Spieler erkennen müssen. Sollte alles positiv verlaufen, mache ich bis zum Saisonende weiter. Aber ich will den Job auch nicht für immer und ewig machen."

Am Sonntag wartet nun ausgerechnet sein Ex-Club SV Sodingen, zu dem er nach wie vor ein inniges Verhältnis pflegt. Auch als Wellmann vor rund eineinhalb Jahren einsprang, hieß sein erster Gegner Sodingen: "Damals ging die Partie 1:1 aus, ein Ergebnis, das mich jetzt nicht zufrieden stellen wird."

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