Einen Wirtschaftskandal der besonderen Art erlebt derzeit die Kaufhauskette „Kaufhalle“. (den kompletten Bericht lesen Sie in der heutigen Ausgabe RevierSport am Sonntag)

„Kaufhalle“ geplündert

tr
29. Oktober 2006, 10:36 Uhr

Einen Wirtschaftskandal der besonderen Art erlebt derzeit die Kaufhauskette „Kaufhalle“. (den kompletten Bericht lesen Sie in der heutigen Ausgabe RevierSport am Sonntag)

Einen Wirtschaftskandal der besonderen Art erlebt derzeit die Kaufhauskette „Kaufhalle“. Denn die Rücklage für die ehemaligen Angestellten, die Betriebsrentenkassen, ist geplündert worden. 20 Millionen Euro sind verschwunden, seit Monaten erhalten die Rentner keinen Cent mehr aus diesem Topf. Eine Situation, welche die Pensionäre an den Rand der wirtschaftlichen Existenz bringt.

Doch auf der Suche nach dem möglichen Schuldigen hat die Staatsanwaltschaft einen Erfolg verzeichnet. Uwe Drzeniek, Geschäftsführer des Modeimperiums „Colloseum“, der Kleidungskette „Forever 18“ und des Schuhgeschäfts „Tack“ sitzt seit Donnerstag in einer Justizvollzugsanstalt in NRW in Untersuchungshaft „Ja, das stimmt, ich habe sein Mandat übernommen“, bestätigt Dr. Martin Meinberg gegenüber dem Fachblatt „RevierSport“, das den Fall in der Berichterstattung über den Fußball-Verbandsligisten Germania Gladbeck recherchiert hat.

Der Rechtsanwalt gehört zu den führenden Wirtschaftsrechtsexperten in Deutschland, vertritt unter anderem auch den Kämmerer der Stadt Gelsenkirchen im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen um den Ein-Euro-Verkauf des Parkstadions an den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 im Jahre 2003. Drzeniek soll sich laut Anklage wegen Insolvenzdelikte Dritter sowie in Steuerangelegenheiten verantworten. „Das ist ein äußerst komplexer Sachverhalt“, sagt Dr. Meinberg: „Es handelt sich in diesem Fall aber nicht um die Firma ‚Colloseum’, sondern vorrangig um die Person Dzeniek.“

Autor: tr

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