Was Mannschaft, Trainer, Vorstand und Anhänger der TSG Sprockhövel alles aushalten müssen, ist unglaublich. Im letzten Jahr sorgte Keeper Pascal Kurz mit seinem Banküberfall für Aufsehen.

SPROCKHÖVEL: Konstantin Nieland im Koma

tr
30. November 2005, 12:03 Uhr

Was Mannschaft, Trainer, Vorstand und Anhänger der TSG Sprockhövel alles aushalten müssen, ist unglaublich. Im letzten Jahr sorgte Keeper Pascal Kurz mit seinem Banküberfall für Aufsehen.

Was Mannschaft, Trainer, Vorstand und Anhänger der TSG Sprockhövel alles aushalten müssen, ist unglaublich. Im letzten Jahr sorgte Keeper Pascal Kurz mit seinem Banküberfall für Aufsehen.
Jetzt ist es noch viel schlimmer. Jugendspieler Konstantin Nieland verunglückte mit seinem Wagen, wurde aus dem Fenster geschleudert. Der 19-Jährige liegt nun im Koma, wird aller Voraussicht nach halsabwärts gelähmt bleiben. "Das ist mehr als bitter", ist Huber völlig geschockt. "Da ist alles andere Peanuts. Wir sind alle fertig."
Nieland wurde ohne Einwirkung von außen aus einer Kurve getragen. "Die Ärzte können noch nichts genaues sagen, da der Junge nicht ansprechbar ist", zeigt Huber Mitgefühl. "Er ist ein fröhlicher, netter Kerl, hatte seine Karriere vor sich. Jetzt scheint alles vorbei zu sein. Unfassbar."
Nieland, der im Sommer aus der A-Jugend der TSG kam, trainierte mit der Ersten, lief auch schon in der Verbandsliga auf. "Viele Spieler, die ihn seit Jahren kennen, sind völlig am Boden. Ich habe ein halbes Jahr mit ihm vier Mal in der Woche gearbeitet, bin auch noch abwesend. Aber er kann sich sicher sein, dass wir zu ihm und seiner Familie stehen werden", sagt Huber.
Der Spielausfall gegen Kornharpen interessiert vor diesem Hintergund am Baumhof niemanden mehr. "Bei 30 Zentimeter Schnee ist an Fußball nicht zu denken, aber das ist zweitrangig", kämpft Sprockhövels Coach Lothar Huber mit der Fassung. RevierSport wünscht alles Gute.

Autor: tr

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