Der Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen hat eine Mauer des Schweigens rund um seine heile Welt in Kaiserau gezogen. Grund: Die Verhandlung im Fall Buer/Erkenschwick.

BUER / ERKENSCHWICK: Verband verteilt Maulkörbe

22. Januar 2004, 13:34 Uhr

Der Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen hat eine Mauer des Schweigens rund um seine heile Welt in Kaiserau gezogen. Grund: Die Verhandlung im Fall Buer/Erkenschwick.

Der Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen hat eine Mauer des Schweigens rund um seine heile Welt in Kaiserau gezogen. Grund: Die Verhandlung im Fall Buer/Erkenschwick. Vor der Spruchkammer waren Vertreter der beiden Vereine gebeten, die sich am 9. November auf der "Sportanlage Löchterheide" auf dem Platz und vor allem außerhalb dessen eine Auseinandersetzung geliefert hatten. Es folgte eine Wochen lange verbale Schlammschlacht und nun die Anhörung vor der Gerichtsbarkeit des FLVW. "Wir sind vom Verband dazu verdonnert worden, dass wir nicht mit der Presse über den Ablauf der Verhandlung reden", beißt sich SSV-Präsident Norbert Bauer auf die Lippen. "Die Funktionäre hatten alle Artikel der vergangenen Wochen vorliegen und meinten, es sei in den Zeitungen so viel Scheiße geschrieben worden, dass sie dem jetzt einen Riegel vorschieben wollten", erklärt der Bueraner Vorsitzende.

An die Vorgabe halten sich auch die Verantwortlichen aus Erkenschwick. „Wir werden nichts zum Ablauf sagen, denn der Verband hat mit einer Strafe gedroht“, nimmt SpVg-Trainer Michael Pannenbecker die Aussagen der Funktionäre ernst. Auch in Kaiserau bemüht man sich, den Fall unter den Teppich zu kehren. Von „kein Kommentar“ bis hin zu „ich weiß von nichts“ winden sich die Bürokraten und verweigern jegliche Aussage zur nicht öffentlichen Sitzung.

Der Vorsitzende der Verbandsspruchkammer, Horst Buchterkirche, Clemens Weber, Vorsitzender des Kontroll-Ausschusses und Thomas Berndsen, zuständig für den Spielbetrieb in Kaiserau, halten dicht. „Erst muss das Protokoll aufgesetzt werden, bevor dann in der ersten Februar-Woche ein Urteil gefällt wird“, gibt Weber wenigstens einen zeitlichen Rahmen bekannt. „Es ist gängige Praxis, erst die Vereine und dann die Öffentlichkeit zu informieren. Das ist nur fair.“

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