Als Christof Osigus die Tage in unserer Redaktion anrief, hatte er ein ernstes Anliegen. „Schreibt doch mal wieder etwas über die sportliche Situation bei uns“, beschwerte sich der Keeper der STV Horst.

STV HORST: Osigus‘ Beschwerde

hb
09. Dezember 2003, 10:49 Uhr

Als Christof Osigus die Tage in unserer Redaktion anrief, hatte er ein ernstes Anliegen. „Schreibt doch mal wieder etwas über die sportliche Situation bei uns“, beschwerte sich der Keeper der STV Horst.

Als Christof Osigus die Tage in unserer Redaktion anrief, hatte er ein ernstes Anliegen. „Schreibt doch mal wieder etwas über die sportliche Situation bei uns“, beschwerte sich der Keeper der STV Horst.

Zuletzt hatten Sorgen um die Zukunft des Traditions-Vereins die Diskussionen bestimmt. Inzwischen hat auch die Vereinsführung um den Vorsitzenden Hans Dietrich und den Sportlichen Leiter Rüdiger Kürschners ihren Rücktritt vom angedrohten Rücktritt erklärt. RevierSport sprach mit Bank-Kaufmann „Ose“ über Geld und andere Dinge.

Christof Osigus, wo steht die STV Horst denn nun wirklich – am Abgrund oder vor rosigen Zeiten?
Weder noch. Natürlich hat das ganze Gerede um die wirtschaftlichen Probleme, die der Verein nach wie vor hat, auch die Mannschaft beschäftigt. Wir haben ganz verschieden darauf reagiert, erst haben wir vier Mal in Folge verloren, jetzt aber drei Spiele hintereinander gewonnen. Von einer rosigen Zukunft zu sprechen wäre Quatsch, weil jetzt lediglich die ersten Schritte eingeleitet worden sind, um dem Verein am Leben zu halten.

Wann haben Sie denn das letzte Mal Ihre Aufwabds-Entschädigung erhalten?
Wir kriegen unser Geld, wenn auch in unregelmäßigen Abständen. Ich bin auch nicht darauf angewiesen. Andere Spieler haben aber mehr daran zu knacken, weil sie in der studieren, in der Ausbildung oder arbeitslos sind. Für die zählt jeder Euro, aber alle haben sich inzwischen mit der Situation arrangiert.

Wie lange geht das gut?
Ich denke, es geht immer noch um Sport. Wer in der Verbandsliga des Geldes wegen spielt, ist dort falsch aufgehoben.

Kann die STV in dieser Saison noch ganz nach oben schielen?
Nein, das ist unrealistisch. Wir brauchen uns gar keine Gedanken darüber machen, ob der Verein einen sportlichen Aufstieg finanziell verkraften kann oder nicht. Dafür wird es nicht reichen.

Wie lange wollen Sie sich noch die Wäsche schmutzig machen?
Ich höre am Saisonende auf. Ich bin zwar erst 31, aber ich möchte irgendwann Trainer werden. In diesem Jahr reichte die Zeit einfach noch nicht, um die Lizenz zu machen, aber das will ich nächstes Jahr nachholen. Zurzeit mache ich ja schon das Torwart-Training bei den Schalker D-, C- und B2-Junioren, aber ich will mehr.

Autor: hb

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren