Gemeinsam mit dem bereits fest stehenden Meister und Ortsnachbarn Hammer Spielvereinigung ist Westfalia Rhynern so etwas wie die Mannschaft der Stunde.

W. RHYNERN - Platz zwei im Blick, Oberliga nicht

hb
21. Mai 2006, 11:26 Uhr

Gemeinsam mit dem bereits fest stehenden Meister und Ortsnachbarn Hammer Spielvereinigung ist Westfalia Rhynern so etwas wie die Mannschaft der Stunde.

Gemeinsam mit dem bereits fest stehenden Meister und Ortsnachbarn Hammer Spielvereinigung ist Westfalia Rhynern so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Nur leider kann die Truppe vom "Papenloh" dem Rivalen nicht eine Etage höher folgen, egal wie viele Punkte sie in den verbleibenden drei Saisonspielen noch einfährt. Denn Rhynern hat zum Stichtag 30. April nicht die Lizenz für die vierte Spielklasse beantragt. "Wir hatten am 28. April eine Vorstandssitzung. Zu diesem Termin hatten wir die notwendigen Unterlagen für die Wirtschaftlichkeits-Prüfung vorbereitet, uns aber dann dagegen entschieden", erläutert SVW-Vorstands-Mitglied Klaus Niehörster.

Das aus gutem Grund, denn vor drei Wochen konnte noch niemand absehen, dass Rhynern kurz vor der Ziellinie noch einmal Vollgas geben würde. "Zu dem Zeitpunkt hatten wir elf Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze, aber nur sieben Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Realistisch betrachtet, waren die Aussichten nach oben hin sehr vage", gibt Niehörster zu. "Außerdem ist so ein Lizenzantrag mit nicht unerheblichen Kosten verbunden."

Diese können je nach Umfang der Papiere im mittleren vierstelligen bis kleinen fünstelligen Eurobereich liegen. Das Geld ist weg, falls ein Club sportlich das angestrebte Ziel verfehlt. "Wir freuen uns über die schöne Erfolgsserie, waren aber in den 20 Spielen davor leider nicht konstant genug. Also bringt es nichts, sich jetzt darüber zu ärgern, dass wir ohnehin nicht aufsteigen können, auch wenn wir es sportlich noch packen sollten", winkt Niehörster ab.

Obwohl Rhynern derzeit nur Fünfter ist, sind die Chancen auf die Vize-Meisterschaft nicht so schlecht. Gegen Bad Oeynhausen, in Paderborn und zum Schluss gegen Gladbeck sind für die Truppe von Manfred Balcerzak neun Punkte drin. Zudem nehmen sich Sonntag in einer Woche Lünen und Davensberg im direkten Duell die Zähler gegenseitig weg.

Fatal für Rhynern und den Vierten Erlinghausen, der ebenfalls auf die Oberliga-Zulassung verzichtete (RS berichtete): Selbst der Dritte könnte unter Umständen noch den Fahrstuhl nach oben drücken. Denn sollten Wattenscheid 09 und Preußen Münster der Regionalliga erhalten bleiben - was nach den gestrigen Ergebnissen aber nicht so aussieht - gehen die beiden Verbandsliga-Zweiten automatisch hoch. Meldet der auch finanziell ins Trudeln geratene Zweitliga-Absteiger LR Ahlen seine Reserve aus der Oberliga ab, würden die Verbandsliga-Dritten in einem Relegationsspiel einen weiteren Aufsteiger ausspielen.

In Rhynern muss das niemanden mehr ernsthaft interessieren. Die Planungen für die nächste Saison sind weit fortgeschritten. Aus dem aktuellen Kader haben elf Kicker ihre Verträge verlängert, Shooting-Star Danilo gilt als interner Neuzugang. Dennis Wegner löst den aus beruflichen Gründen scheidenden Thomas Brauner im Tor ab. Zudem wurde für die Innenverteidigung Alexander Thiele von Preußen Münster II verpflichtet. "Vier weitere Neuzugänge sollen noch dazu kommen, sodass wir mit einem etwas reduzierten Aufgebot von 18 Leuten planen", teilt Niehörster mit.

Autor: hb

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