Während sich die Gladbecker Verantwortlichen um eine saubere Außendarstellung bemühen, brennt hinter den Germania-Kulissen der Baum. Grund: Sascha Vitolins.

GLADBECK/ HERTEN: Keeper Vitolins zur SGL

tr
24. März 2006, 10:23 Uhr

Während sich die Gladbecker Verantwortlichen um eine saubere Außendarstellung bemühen, brennt hinter den Germania-Kulissen der Baum. Grund: Sascha Vitolins.

Während sich die Gladbecker Verantwortlichen um eine saubere Außendarstellung bemühen, brennt hinter den Germania-Kulissen der Baum. Grund: Sascha Vitolins. Der Keeper wurde am vergangenen Wochenende in die Reserve verbannt, wechselt im Sommer nun zur SG Herten-Langenbochum, bei der sein Freund Holger Flossbach das Trainer-Zepter schwinkt. "Der Fall Vitolins ist separat von allen anderen Umstellung vorgenommen worden", berichtet Gladbecks Coach Gehrmann erzürnt. "Er hat sich nicht nur am letzten Wochenende katastrophale Fehler erlaubt. Sascha ist ein Führungsspieler. An diese Leute habe ich ganz andere Ansprüche. Vielleicht war die Versetzung in die Reserve für ihn ein Denkanschub." Böse Zungen behaupten allerdings, dass sich der Club mit dieser Maßnahme die Auflauf- und Siegprämien sparen will.

Der Torwart, der sich mit Gehrmann bereits ausgesprochen hat, zieht seine Konsequenzen und verlässt die DJK. "Das hat aber nichts mit diesen Vorkommnissen zu tun", legt Vitolins Wert auf die Tatsache, dass die Entscheidung pro SGL bereits in der letzten Woche getroffen wurde. Doch er fühlt sich bestätigt. "Das ich nicht gespielt habe, ist nicht das Schlimme, sondern die Art und Weise", ereifert sich Vitolins und schildert die Vorkommnisse: "Um 11.33 Uhr am Sonntag Morgen hat mir Herr Gehrmann auf die Mailbox gesprochen, dass es ein Vorstandsbeschluss sein soll, dass ich um 12 Uhr am Platz sein und in der Zweiten spielen werde." Sehr kurzfristig, denn Vitolins erhielt die Nachricht erst um 12.15 Uhr. Aber der Clou an der Geschichte, in die auch Abteilungsleiter Ulrich Stienen eingeweiht gewesen sein soll, ist, dass die Verantwortlichen sich nicht um die Spielberechtigung gekümmert haben, Vitolins gar nicht hätte auflaufen dürfen. "Ich war überhaupt nicht spielberechtigt", schüttelt Vitolins ungläubig den Kopf. Denn wenn ein Kicker zwei Mal hinter einander in der Ersten spielt, muss er zehn Tage Pause haben, um dann unten aufzulaufen. Spitzenreiter Kirchellen hat bereits Protest gegen das 1:1-Remis eingelegt. "Und dieser Vorstand will in die Oberliga?", hinterfragt Vitolins das Aufgabengebiet Stienens. "Wenn schon ein Kreisligist die Statuten besser kennt, dann ist es traurig. Aber so schlau sind die Leute hier."

Wie es für ihn persönlich weiter geht, weiß Vitolins noch nicht, sieht aber nicht rosa-rot. "Ich werde wohl nicht mehr in der Ersten auflaufen. Aber egal, ich habe mich mit Herten-Langenbochum geeinigt, freue mich auf diese Herausforderung. Es kommt allerdings noch darauf an, ob die die Klasse erhalten." Flossbach ist erleichtert, nach jahrelangem Buhlen den Torwart endlich in seinen Reihen zu haben. "Sascha ist ein richtig guter Mann, passt super zu uns. Wir werden eine Menge Spaß zusammen haben."

Autor: tr

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