Robert Hietkamp hat „noch einmal Glück gehabt“. So beschreibt der Keeper der Hammer Spielvereinigung selbst seinen momentanen Gesundheitszustand, nachdem ihm Ende des vergangenen Jahres eine Herzmuskel-Entzündung völlig aus der Bahn geworfen hatte.

HAMM - Robert Hietkamp auf dem Weg der Besserung

10. Februar 2006, 13:11 Uhr

Robert Hietkamp hat „noch einmal Glück gehabt“. So beschreibt der Keeper der Hammer Spielvereinigung selbst seinen momentanen Gesundheitszustand, nachdem ihm Ende des vergangenen Jahres eine Herzmuskel-Entzündung völlig aus der Bahn geworfen hatte.

Robert Hietkamp hat „noch einmal Glück gehabt“. So beschreibt der Keeper der Hammer Spielvereinigung selbst seinen momentanen Gesundheitszustand, nachdem ihm Ende des vergangenen Jahres eine Herzmuskel-Entzündung völlig aus der Bahn geworfen hatte.

Rückblende: Im Dezember 2005 spürt Hietkamp plötzlich Herzstiche. Das nicht nur unter Belastung beim Training oder Spiel, sondern auch während der Arbeit. Der erste Besuch führte den Industrie-Kaufmann, der beim Bertelsmann-Medienkonzern in Gütersloh gerade seine Ausbildung beendet hat, zum Hausarzt. Der schickte den Sportler zum Kardiologen, der mittels eines Belastungs-EKG’s Unregelmäßigkeiten des Herz-Kreislauf-Systems diagnostizierte.

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Joachim Krug, Manager des Traditionsvereins, empfahl ihm einen Besuch beim Spezialisten Dr. Gude, dem Vereinsarzt von LR Ahlen. „Der hat die Entzündung des Herzmuskels festgestellt. „Das war ein Schock. Man denkt immer, so etwas geschieht nur anderen, aber nie einem selbst“, gibt Hietkamp zu. „Es war am 13. Januar, drei Tage vor dem Trainingsstart. Wer weiß, was passiert wäre, wenn ich ganz normal in die Vorbereitung eingestiegen wäre. Schließlich sind schon einige Fußballer einfach auf dem Platz umgekippt“, hat der 25-Jährige die Fälle verstorbener Profis wie des Kameruners Marc-Vivien Foé (Olympique Lyon), des Ungarn Miklós Fehér (Vitoria Guimaraes) und des Brasilianers Serginho (Sao Paulo) vor Augen.

Statt auf den Platz ging es ab auf die Coach, und zwar bis heute. „Sonst bin ich nach der Arbeit gleich immer zum Training gefahren und war erst abends um zehn zu Hause. Jetzt durfte ich nur liegen und noch nicht einmal spazieren gehen“, berichtet Hietkamp, der normalerweise vor Tatendrang sprüht.

Medikamente muss der Torhüter, der in den letzten Wochen viel Halt bei Freundin Vivienne fand, zum Glück nicht nehmen, das Heilmittel bei seiner problematischen Erkrankung ist die absolute Ruhe. „Bei besonders schweren Fällen wird Aspirin verabreicht, aber so schlimm war es bei mir nicht“, freut sich Hietkamp, dass er sich nun wieder auf dem Weg der Besserung befindet. Allerdings darf er sich nicht erkälten, sonst geht der Bluterguss, der sich an seinem Herzmuskel gebildet hat, nicht weg. „Bis zum 27. Februar habe ich noch zwei Untersuchungen vor mir. Wenn die letzte positiv verläuft, kann ich vorsichtig wieder mit dem Training beginnen“, hofft Hietkamp auf das Ende seiner Leidenszeit.

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