Wenn für Rhein Fire am 4. April mit dem Derby gegen die Cologne Centurions die NFL Europe-League Saison 2004 beginnt, steht in der Arena

AMERICAN FOOTBALL: Rhein Fire als Motor für Schalke

hb
29. März 2004, 12:43 Uhr

Wenn für Rhein Fire am 4. April mit dem Derby gegen die Cologne Centurions die NFL Europe-League Saison 2004 beginnt, steht in der Arena "AufSchalke" ein Akteur erneut im Mittelpunkt: Ingo Anderbrügge geht in seine zweite Serie als Kicker für die Düsseldorfer.

Wenn für Rhein Fire am 4. April mit dem Derby gegen die Cologne Centurions die NFL Europe-League Saison 2004 beginnt, steht in der Arena "AufSchalke" ein Akteur erneut im Mittelpunkt: Ingo Anderbrügge geht in seine zweite Serie als Kicker für die Düsseldorfer. "Viele Leute haben gedacht, dass ich aus Marketing-Gesichtspunkten für Rhein Fire verpflichtet wurde, um mehr Zuschauer in die Arena zu locken. Nach einem Jahr Pause hat es mir gut getan, wieder im Rampenlicht zu stehen. Die Sportart macht mir Spaß und ich denke, dass ich mich als Kicker inzwischen weiter entwickelt habe", lässt der inzwischen 40-Jährige seine ersten Erfahrungen mit dem Ei Revue passieren.

Während seine Team-Kollegen erst am frühen Freitag-Morgen aus dem Trainingscamp in Florida zurück kehrten, weilt Anderbrügge bereits seit Montag in der Heimat. In den USA wurde er zuvor von offizieller Stelle als tauglicher NFLE-Spieler geadelt. "Alle Nationals, womit bei uns nicht nur die Deutschen, sondern alle Europäer gemeint sind, müssen ein einwöchiges Kicking Camp durchlaufen. Die Amis haben gleich gesagt, den könnt ihr dazu nehmen", berichtet Anderbrügge, der für seine Abschläge inzwischen auf den so genannten "kicking tee" verzichtet und wie die Kicker aus den Staaten direkt vom Boden kickt. "Manni Burgsmüller hat schließlich bewiesen, dass ein Fußballer erfolgreich umsatteln kann", nickt der Schalker "Eurofighter" von 1997.

Für Rhein Fire kommt es indes in den nächsten Tagen darauf an, den Menschen im Ruhrgebiet und Umgebung Appetit auf die neue Saison zu machen. "Wir kämpfen wegen der kurzen Saison immer darum, dass die Zuschauer American Football wieder wahr nehmen", bemerkt Rhein Fire-Presse-Chef Markus Müller. "Im letzten Jahr hatten wir zwar gute Besucher-Zahlen, aber erst im letzten Spiel gegen Barcelona brannte die Arena so richtig."

Daher gilt die Season 2004, die mit dem World Bowl XII am 12. Juni in Gelsenkirchen endet, als Gradmesser für das geplante Schalker Football-Team. Ab 2005 trägt Rhein Fire seine Heimspiel in der neuen Düsseldorfer Arena aus. Ist in diesem Jahr der Zuspruch nicht befriedigend, werden es sich die S04-Verantwortlichen gut überlegen, eine eigene Mannschaft ins Leben zu rufen.

Training im Parkstadion
Am Samstag trainierten die Kicker von Rhein Fire erstmals im Parkstadion. "Der Umzug war notwendig, weil die UEFA in Vorbereitung auf das Champions League-Finale am 26. Mai in der Arena Büros in der Glückauf-Kampfbahn bezieht", berichtet Düsseldorfs Pressesprecher Markus Müller. Bei Regen dürfen die Footballer auf den Kunstrasen an der S04-Geschäftsstelle ausweichen. Umgezogen wird sich in den Umkleiden, die sonst die Schalker Jugend-Manschaften bei ihren Heimspielen benutzen. Das Mittagessen können Anderbrügge und Co. in der kleinen Turnhalle einnehmen. Wie gewohnt, logiert der Rhein Fire-Tross im "Relexa Hotel" in Ratingen.

Super-Quarterback
Mit Chad Hutchinson verfügt Rhein Fire laut einhelliger Meinung über den besten Quarterback in der NFL Europe. "Der ist richtig gut und hat einen Super-Wurf", weiß Ingo Anderbrügge. "Chad will es seinem Heimat-Team Dallas Cowboys beweisen, was er kann."

Dauerkarten-Belohnung
Rhein Fire Fans, die sich vom 27. März bis einschließlich 1. April eine Dauerkarte für die NFL Europe League Saison 2004 kaufen, können zusätzlich einen "Euro-Season-Pass" gewinnen. Dieser ermöglicht den Eintritt zur Warner Bros. Movie World in Bottrop sowie zu allen sieben anderen europäischen "Six Flags Parks" (Holland, Belgien, Frankreich, Madrid/Spanien) - und dies eine komplette Saison lang beliebig oft.

Autor: hb

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