Auf den ersten Blick ist es eine dicke Überraschung: Helge Martin hat sich entschieden, sein Traineramt beim TuS Ennepetal am Saisonende aufzugeben.

TuS Ennepetal

Am Saisonende ist für Martin Schluss

30. November 2011, 13:27 Uhr

Auf den ersten Blick ist es eine dicke Überraschung: Helge Martin hat sich entschieden, sein Traineramt beim TuS Ennepetal am Saisonende aufzugeben.

"Im Sommer werde ich aufhören und mir eine Pause gönnen", erklärt Martin. Die Entscheidung ist aber grundsätzlicher Natur - andere Vereine können sich eine Anfrage bei dem Polizeibeamten vorerst schenken. Martin: "Die Kinder werden immer größer, mein Wach- und Wechseldienst bei der Bochumer Polizei macht das Ganze auch nicht einfacher."

Im Juni 2012 geht das vierjährige Engagement bei den Klutertstädtern also zu Ende. "Das war der ausschlaggebende Grund: Vier Jahre am Stück sind eine lange Zeit, ich will nach der Saison meinen Akku wieder aufladen", sagt Martin, der sich erstmals mit solchen Gedanken nach der 1:2-Niederlage in Erkenschwick (21. September) beschäftigte.

Mit dem Oberliga-Aufstieg wäre die Mission erfüllt

In den folgenden Wochen sei sein Entschluss gereift, die Verantwortlichen des TuS hätten aber "hervorragend" reagiert: "Dass der der Vorstand nachgefragt hat, warum ich kürzer treten will, ist doch klar", meint Martin. Ebenso klar sei aber, dass man sich im Guten trenne: "Der TuS Ennepetal ist für einen Trainer fast schon ein idealer Verein, ich konnte immer in Ruhe arbeiten, auch wenn ich mal drei oder vier Spiele verloren hatte."

Zuletzt war der Westfalenligist aber ganz gut in der Spur, die Qualifikation für die Oberliga ist greifbar. "Das spielt auch eine Rolle. Sollten wir am Saisonende aufsteigen, wäre das ein mehr als gelungener Abschluss", blickt der 51-Jährige auf den Beginn seiner Mission am Bremenstadion zurück. Schließlich standen die Blau-Weißen am 1. Juli 2008, als die "Ära Martin" in Ennepetal begann vor ihrer zweiten Landesliga-Saison.

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