Der kriselnde A-Ligist SF Altenessen 18 hat nach einer langen sportlichen Talfahrt wieder ein Erfolgserlebnis feiern können, allerdings nicht auf dem Platz.

SF Altenessen 18

Albayrak ab Januar spielberechtigt

Martin Herms
25. November 2011, 12:48 Uhr

Der kriselnde A-Ligist SF Altenessen 18 hat nach einer langen sportlichen Talfahrt wieder ein Erfolgserlebnis feiern können, allerdings nicht auf dem Platz.

Mittelfeldregisseur Hakan Albayrak, der von der Essener Kreisspruchkammer wegen eines Remplers am Schiedsrichter für ein Jahr gesperrt wurde (RS berichtete), darf ab dem 05. Januar 2012 wieder seine Fußballschuhe schnüren. Das ergab das Urteil der Spruchkammer in Duisburg, die aufgrund des Einspruchs der Altenessener einberufen wurde. Die Aktion des Deutsch-Türken wurde als grobe Unsportlichkeit ausgelegt, was eine Reduzierung der Sperre auf vier Monate zur Folge hatte. 18-Coach Dietmar Krause atmete nach der Bekanntgabe kräftig durch: "Das war der erste Sieg, den wir in den letzten sechs Wochen feiern konnten. Hakan ist aufgrund seiner Erfahrung unverzichtbar für unser Team. Ich hoffe, dass wir dadurch einen Motivationsschub für die nächsten Aufgaben erhalten", sagt Krause.

Am kommenden Sonntag steht für den ursprünglichen Aufstiegskandidaten ein echter Abstiegs-Knaller auf dem Programm. Die Elf vom Wüllnerskamp muss bei der Zweitvertretung des SuS Haarzopf antreten, die nur drei Punkte hinter Altenessen auf einem Abstiegsplatz rangiert. Krause wird dabei aus freien Stücken auf seinen erfolgreichsten Angreifer Kevin Zamkiewicz verzichten, der die Torjägerliste der gesamten Liga mit zwölf Treffern anführt.

Der ehemalige Akteur der Tgd Essen-West wurde zusammen mit Abwehrchef Christoph S. aus disziplinarischen Gründen für 14 Tage suspendiert. "Wir haben uns in der letzten Woche mit dem Vorstand zusammengesetzt, um ein Zeichen zu setzen. Beide Spieler, die im Normalfall einen hohen Wert für die Mannschaft besitzen, sind speziell außerhalb des Platzes mit einem unangemessenen Verhalten aufgefallen", erklärt Krause. Der Übungsleiter erwartet eine "Trotzreaktion" des in Ungnade gefallenen Duos: "Kevin und Christoph haben nach dem Spiel am Sonntag die Gelegenheit, sich durch diszipliniertes Auftreten und Einsatz im Training wieder zu empfehlen. Wir sind guter Dinge, dass die Spieler ihre Chance nutzen."

Autor: Martin Herms

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