Sahr Senesie gibt das Ziel bis zur Winterpause aus:

BORUSSIA DORTMUND II: "Samu" wieder einsatzfähig

tt
01. Dezember 2006, 11:09 Uhr

Sahr Senesie gibt das Ziel bis zur Winterpause aus:

Sahr Senesie gibt das Ziel bis zur Winterpause aus: "Die 20er-Punkte-Marke wollen wir auf jeden Fall knacken", sagt der achtfache Saison-Torschütze von Borussia Dortmund II, "damit hätten wir eine gute Basis für die restliche Saison geschaffen."
Im Moment weisen die Schwarz-Gelben 18 Zähler auf, der nächste Auswärts-Gegner Bayer 04 Leverkusen II hat gerade ein Mal 15 Points auf der Habenseite. Durchaus möglich also, dass Senesies Hochrechnung schon am Samstag Nachmittag mit Leben gefüllt wird.

"Bis Dezember müssen wir uns jetzt irgendwie durchwurschteln", meint der ehemalige Züricher, der für den BVB einfach unverzichtbar ist. Sein Siegtreffer beim Kampf-Spiel gegen Wilhelmshaven (2:1) könnte in der Endabrechnung noch Gold wert sein. Senesie ist sich gewiss, dass die Borussen insgesamt noch zulegen können. "Im neuen Jahr wird man einen anderen BVB sehen", ballt der Trickser die Faust, "da werden wir cleverer auftreten und mehr Tore erzielen." Das hätte die Schneider-Truppe auch gegen die Nordlichter schon tun können, doch in Überzahl-Situationen versagten schlichtweg die Nerven. "Der Boden war zwar katastrophal, aber trotzdem hätten wir einige Angriffe besser abschließen müssen. Wir betreiben läuferisch eine Menge Aufwand, der Ertrag fällt einfach noch zu bescheiden aus", bringt es Senesie auf den Punkt.

Der Aspekt, dass der Druck auf seinen begabten Team-Kollegen Kosi Saka steigt und energisch Leistungs-Nachweise eingefordert werden, ist für den letztjährigen Hoffenheimer nicht ungewöhnlich. "Kosi macht den Prozess durch, den ich vor zwei Jahren auch schon durchlaufen musste. Für die Entwicklung ist das ganz, ganz wichtig. Man muss sich einfach jeden Tag neu beweisen und es immer wieder probieren, auch wenn es Mal nicht so gut läuft."

Beweisen will sich am Samstag auch wieder Keeper Sascha Samulewicz, der gegen Wilhelmshaven zwar Kader-Präsenz zeigte, aber sich in der Halbzeit noch nicht Mal warmmachte. "Zu riskant", erklärt er, "ich hatte nach meinem Muskelfaserriss erst ein Mal trainiert, darf bis zur Winterpause auch nur mit links schießen. Für einen Rechtsfuß ist das schon etwas komisch." Der Schlussmann weiß, was auf dem Spiel steht: "Leverkusen steht auch unten drin, wir müssen dringend punkten, um selbst weiterzukommen und den Gegner auf Distanz zu halten."

"Samu" fühlt sich trotz seines dritten Muskelfaserrisses in den vergangenen acht Wochen gefordert - vor allem deswgen, weil er seit Herbst Sportwissenschaften in Bochum studiert. "Ich bin ein Typ, der etwas tun muss. Nur lange schlafen und nachmittags in die Stadt gehen, das kann es nicht sein." Wenn Samulewicz im Februar aus dem Marbella-Trainingslager der Reserve zurückkommt, steht er noch mehr unter Strom. "Einen Tag nach der Ankunft stehen Klausuren an", blickt er voraus. Doch zunächst wird sportlich abgefragt - und zwar Samstag bei Bayer.

Autor: tt

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