Windecks Coach Heiko Scholz hat in seiner Karriere schon viel erlebt. Die Erfolge des Ex-Nationalspielers (7 Einsätze für die DDR, einen für die BRD) sind lang:

Scholz ist heiß auf RWE

"Ich will Erster werden"

07. April 2011, 14:27 Uhr

Windecks Coach Heiko Scholz hat in seiner Karriere schon viel erlebt. Die Erfolge des Ex-Nationalspielers (7 Einsätze für die DDR, einen für die BRD) sind lang:

DDR-Pokalsieger 1987 (1. FC Lok Leipzig), DDR-Vizemeister 1988 (1. FC Lok Leipzig), DDR-Vizemeister 1991 (Dynamo Dresden) und DFB-Pokalsieger 1993 (Bayer Leverkusen). Außerdem stehen zwei Erstliga-Aufstieg mit dem MSV Duisburg (2005, 2007) in seiner Vita.

Man sollte also meinen, dass ihn nichts mehr aus der Ruhe bringen kann. Stimmt aber nicht. Denn das bevorstehende Duell bei Rot-Weiss Essen stuft der 45-Jährige selbst als das „Spiel des Jahres“ ein. „Das ist ein Highlight für jeden von uns, auch wenn viele schon einiges erlebt haben“, fiebert „Scholle“ dem Auftritt an der Hafenstraße entgegen. „Die Kulisse mit den fantastischen Fans ist einfach klasse. So eine Atmosphäre erlebt man sonst nur viel weiter oben.“

Scholz muss es wissen, denn als Co-Trainer des MSV gastierte er in den Zweitliga-Spielzeiten 2004/05 sowie 2006/07 bereits zwei Mal im Essener Norden. Während das erste Duell noch mit 0:1 verloren ging, gewann er mit den „Zebras“ beim zweiten Mal 2:1. „Das waren unglaubliche Erlebnisse“, erinnert sich Scholz.

Seine Mannschaft hat er jedenfalls schon auf einen Hexenkessel eingestimmt. Schließlich können die Roten mit einem Sieg den Aufstieg nahezu perfekt machen. „Beide Teams wollen so schnell wie möglich durch sein, aber wir können mit einem Dreier mit RWE gleichziehen“, will Scholz, der personell aus dem Vollen schöpfen kann, das Spitzenspiel unbedingt für sich entscheiden. „Ich habe schon vor einigen Wochen gesagt: Ich will Erster werden. Damals hatten wir noch sieben Punkte Rückstand, jetzt nur noch drei.“ Nach fünf Erfolgen in Serie kann der TSV nun ebenfalls auf 60 Zähler kommen. „Ich habe meinen Jungs gesagt, dass sie das Match genießen sollen. Sie sollen einfach zeigen, dass sie Fußball spielen können. Denn wir können uns mit der besten Mannschaft messen.“

RWE ist also stärker als seine Auswahl? „Nein“, winkt Scholz ab. „Wir sind gleichstark. Aber Essen steht vor uns und ist somit der Favorit. Vor der Saison habe ich dieser jungen Essener Truppe so eine Serie nicht zugetraut. Aber jetzt ist es verdient. Vor dieser Leistung ziehe ich den Hut.“

Dass am Wochenende bereits die Aufstiegsentscheidung zu Gunsten von RWE fällt, glaubt er nicht: „Weil wir gewinnen, wird sie um eine Woche vertagt.“

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