Seit Sonntag ist offiziell Winterpause in der Frauen-Bundesliga, was bleibt ist allerdings ein bitterer Nachgeschmack. Auf dem Winterchaos folgt ein Terminchaos.

FCR: Voss-Tecklenburg

„Saison muss verlängert werden"

RS
21. Dezember 2010, 16:10 Uhr

Seit Sonntag ist offiziell Winterpause in der Frauen-Bundesliga, was bleibt ist allerdings ein bitterer Nachgeschmack. Auf dem Winterchaos folgt ein Terminchaos.

Ihre letzte Partie des Jahres bestritten die „Löwinnen“ am 28. November gegen Bayern München, danach verhinderte starker Schneefall die Austragung weiterer Spiele. Resultat: Das Gros der Teams geht mit teilweise drei Nachholspielen in das Jahr 2011. Die Bundesliga-Saison ist wegen der WM-Vorbereitung offiziell aber bereits im März beendet.

Der Fahrplan für den FCR Duisburg, der genauso wie Turbine Potsdam auch noch in drei Wettbewerben vertreten ist, hat es damit in sich. Vorgesehen ist, dass das Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg zunächst am Samstag, 29. Januar, um 14 Uhr das Spitzenspiel beim 1.FFC Frankfurt bestreiten. Vier Tage später, also am 2. Februar, um 18 Uhr steht das DFB-Pokal-Viertelfinalspiel beim FC Bayern München an (18 Uhr). Und weitere vier Tage darauf ist das nächste Topspiel gegen Turbine Potsdam angesetzt. „Bleiben diese Ansetzungen so bestehen, müssen wir innerhalb von neun Tagen drei äußerst schwere und wichtige Auswärtsspiele bestreiten und dabei noch durch die halbe Republik reisen. Wie sollen wir da noch ordentlich trainieren oder regenerieren? Hier müssen alle Beteiligten aufpassen, dass keine Wettbewerbsverzerrung entsteht“, findet Voss-Tecklenburg klare Worte.

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Für die Trainerin kann es deshalb nur eine vernünftige Lösung geben. „Die Saison muss um einen Monat verlängert werden. Dann werden wir zwischendurch sicher auch einen Termin für einen DFB-Lehrgang finden.“

Die enorme Terminbelastung dürfte sich auch auf die Nationalspielerinnen nicht gerade leistungsfördernd auswirken. Für Alexandra Popp zum Beispiel entfiel wegen der U20-Weltmeisterschaft bereits die Sommerpause. Hinzu kommt, dass die Duisburgerinnen in diesem Jahr auch noch ein besonderes großes Verletzungspech zu beklagen haben.

Von einer angemessenen Regenerationsphase kann auch bei der nun folgenden - kurzen - Winterpause nicht die Rede sein. Die Vorbereitung nehmen die „Löwinnen“ bereits am 5. Januar wieder auf. Geplant sind drei Hallenturniere (9. Januar Reviercup in Leverkusen, 15./16. Januar Jöllenbecker Hallenfußballturnier und Turnier in Kiel) sowie zwei Testspiele gegen Bayer Leverkusen und die SG Essen-Schönebeck, sofern es die Wetterverhältnisse überhaupt zulassen.

Autor: RS

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