Dieses Endspiel wird definitiv in die Geschichtsbücher der Duisburger Hallenstadtmeisterschaft eingehen. Bezirksligist Hamborn 07 schlug den um eine Klasse höheren SV Genc Osman mit 14:13 nach Neun-Meter-Schießen (3:3). Titelverteidiger VfB Homberg belegte Rang drei.

Halle DU

14:13! Hamborn triumphiert nach Neun-Meter-Krimi

Fabian Kleintges-Topoll
05. Januar 2019, 20:31 Uhr

Foto: Mark Bohla

Dieses Endspiel wird definitiv in die Geschichtsbücher der Duisburger Hallenstadtmeisterschaft eingehen. Bezirksligist Hamborn 07 schlug den um eine Klasse höheren SV Genc Osman mit 14:13 nach Neun-Meter-Schießen (3:3). Titelverteidiger VfB Homberg belegte Rang drei.

Als die Spieler der Sportfreunde Hamborn 07 nach zwei Auftaktniederlagen in der Zwischenrunde auf die Tribüne zurückkehrten, hingen die Köpfe tief. Mit sechs Punkten aus den letzten zwei Gruppenspielen sicherte sich die Mannschaft von Michael Pomp aber dann doch noch den knappen Einzug in die K.O.-Runde. Bereits im Halbfinale gegen den Duisburger SV 1900 setzten sich die „Löwen“ vom Punkt durch und feierten später nach 2005 ihren insgesamt sechsten Erfolg im Duisburger Hallenstadtpokal.

Mit heiserer Stimme trat Sieger-Trainer Michael Pomp nach den Ehrungen vor die anwesende Presse. „Wir sind überglücklich. Die ersten beiden Spiele waren ein Wachmacher. Dann haben wir uns wie eine Turniermannschaft präsentiert, die immer besser geworden ist“, freute sich der 35-Jährige über den für viele Experten überraschenden Titel. Eigentlich plante Pomp für Montag den Trainingsauftakt, der wurde ganz spontan verschoben: „Ich habe den Jungs freigegeben“, scherzte der ehemalige RWO-Jugendtrainer.

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Freude auf der Siegerseite, Frust auf der Verliererseite. Die Spieler des SV Genc Osman waren sichtlich geschockt. Auch Trainer Ilyas Basol fehlten die Worte. „Ich weiß nicht, ob ich enttäuscht oder stolz sein soll“, fasste der 51-Jährige zusammen. Dabei warf sein Team im Halbfinale noch völlig überraschend den Oberliga-Spitzenreiter VfB Homberg aus dem Turnier: „Wir haben den größten Brocken weggeräumt und hatten es eigentlich verdient zu gewinnen. Vielleicht haben wir uns zu früh gefreut. Das Neun-Meter-Schießen war am Ende eine Lotterie. Einfach Glück.“

Stefan Janßen, Trainer des drittplatzierten VfB Homberg, wusste zwar um die Favoritenrolle seiner Mannschaft. Wirklich enttäuscht konnte aber auch er nicht sein. „Das ist für uns absolut kein Beinbruch. Wir können damit leben. Respekt gegenüber den beiden Finalisten“, resümierte der 48-Jährige. Dass ausgerechnet Valdet Totaj, der erst vor wenigen Tagen vom Rheindeich zum SV Genc Osman wechselte, am Homberger Ausscheiden mitbeteiligt war, brachte Janßen eher zum Schmunzeln. „Er hat gegen uns gezeigt, was er bei uns gelernt hat. Aber ich freue mich für den Jungen.“ 


Am Ende blickt der Veranstalter auf ein rundum gelungenes Fußballfest zurück. Für die teilnehmenden Amateurteams steht ab Montag wieder der graue Alltag an – dann startet die Vorbereitung auf die Rückserie, die Mitte Februar beginnt.

Autor: Fabian Kleintges-Topoll

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