Zuhause drückt bei der Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf der Schuh: Die 0:1 (0:1)-Niederlage gegen den SC Verl war die vierte Heimpleite in Folge.

F. D'dorf II - Verl 0:1

Heimschwäche wird zum Problem

Christian Krumm
06. November 2010, 18:39 Uhr

Zuhause drückt bei der Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf der Schuh: Die 0:1 (0:1)-Niederlage gegen den SC Verl war die vierte Heimpleite in Folge.

„Wenn mir jemand sagt, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat, verstehe ich die Welt nicht mehr“, schüttelte Fortuna-Coach Goran Vucic den Kopf. Sein Gegenüber Raimund Bertels musste gestehen: „Das war ein glücklicher Sieg, bei dem nur das Ergebnis gestimmt hat.“

Fortunas Geschäftsführer Sport Wolf Werner und Profi-Co-Trainer Uwe Klein hatten sich auf der Tribüne des Paul-Janes-Stadions eingefunden und nahmen vor allem Thiago Rockenbach da Silva genauer unter die Lupe. Der Offensivmann befindet sich derzeit in der Zweitliga-Truppe im zweiten Glied.

Rockenbach da Silva fing auch gut an und wurde schon nach zwei Minuten im gegnerischen Strafraum gelegt, doch Schiedsrichter Andreas Bischof zeigte nicht auf den Punkt. [infobox-right]
Düsseldorf II: Schulze Niehues – Leikauf, Altenbeck, Windmüller (46. Scherping), Magos – Schmitz, Zaskoku (77. Najdi), Michalsky, Heise (83. Dauser) – Abelski, Rockenbach da Silva.
Verl: Kampe – Schmidt (76. J. Schröder), Capretti, Saur, Kaminski – Brinker, Leenemann – Arifi, Müller, Bertels – Gaudian (59. L. Schröder).
Schiedsrichter: Andreas Bischof.
Tor: 0:1 Gaudian (14.).
Gelbe Karten: Zaskoku, Rockenbach da Silva, Heise – Schmidt.
Zuschauer: 109.
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Dann schlugen die Gäste zu: Einen katastrophalen Fehler der Düsseldorfer Innenverteidigung nutzte Bejamin Gaudian, der nur noch an Schulze-Niehues vorbeischieben musste (14.). „In dieser Szene schlafen wir“, ärgerte sich Vucic. „Das war auch ein kleiner Schock, von dem wir uns im ersten Durchgang nicht erholt haben.“ Mit dieser verdienten Führung für den SCV ging es dann auch in die Kabine, die Fortunen waren viel zu harmlos.
Auch nach dem Wechsel gehörte Rockenbach da Silva die erste Szene: Er versuchte es aus der Entfernung mit einem Schlenzer, der jedoch über das Verler Gehäuse ging (51.). Zwei Minuten später fiel die „Leihgabe“ aus dem Profi-Team erneut im Sechzehnmeterraum, diesmal bewertete der Unparteiische die Aktion als Schwalbe und zeigte ihm die Gelbe Karte. Eine sinnbildliche Szene für den Auftritt Rockenbachs, der viel versuchte, dem jedoch wenig gelang. „Er hat ein gutes Spiel gemacht“, nahm Vucic den Spielmacher in Schutz. „Wir haben einfach das große Problem, dass wir uns zu wenig Torchancen herausarbeiten. Wir spielen bis zum gegnerischen Strafraum gut, aber dann kommt zu wenig dabei rum.“

Bertels abschließend: „Ich brauche erstmal ein bisschen Zeit, um zu verarbeiten, was wir nach der Führung veranstaltet haben.“

Autor: Christian Krumm

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