Der große Gewinner des 29. Zweitliga-Spieltages heißt Eintracht Frankfurt. Während die Hessen 5:0 in Aue siegten, gaben Spitzenreiter Köln beim 0:1 in Ahlen und 1860 München beim 1:1 gegen Saarbrücken wichtige Zähler ab.

Eintracht Frankfurt schiebt sich auf Rang drei vor

17. April 2005, 17:42 Uhr

Der große Gewinner des 29. Zweitliga-Spieltages heißt Eintracht Frankfurt. Während die Hessen 5:0 in Aue siegten, gaben Spitzenreiter Köln beim 0:1 in Ahlen und 1860 München beim 1:1 gegen Saarbrücken wichtige Zähler ab.

Aufstiegseuphorie bei Eintracht Frankfurt, herber Dämpfer für den Fußball-Osten: Die Hessen haben mit ihrem 5:0-Auswärtserfolg bei Erzgebirge Aue die Chancen der Sachsen auf einen Platz in der Eliteliga wohl zunichte gemacht und kletterten selbst überraschend auf den dritten Rang. Konkurrent 1860 München kam nämlich gegen den 1. FC Saarbrücken über ein 1:1 nicht hinaus, auch die SpVgg Greuther Fürth hatte am Freitag mit 0:1 bei Dynamo Dresden gepatzt.

Der 1. FC Köln (55 Punkte) bleibt trotz der 0:1-Niederlage beim LR Ahlen auf dem Spitzenplatz. Der punktgleiche MSV Duisburg kann allerdings am Montag (20.15 Uhr/live im DSF und bei Premiere) schon mit einem Remis in Aachen vorbeiziehen. Die Alemannia (44 Punkte) benötigt allerdings einen Dreier, um Frankfurt und München (jeweils 49) in Reichweite zu behalten. Fürth (47) rutschte ab, Aue (44) hat fünf Zähler Abstand zu Rang drei.

Frankfurter Schützenfest

Vor 16.500 Zuschauern im ausverkauften Erzgebirgsstadion erwischte Frankfurt dank eines Treffers von Benjamin Köhler in der zweiten Minute einen Traumstart. Wenige Sekunden vor Ende des ersten Durchgangs erhöhte Arie van Lent (45.) auf 2:0. Nach dem Wechsel erzielten Patrick Ochs (50.), erneut Köhler (58.) und der eingewechselte Südkoreaner Du-Ri Cha (74.) gegen die völlig indisponierte Deckung von Aue weitere Treffer.

Auch 1860 München erhielt einen Dämpfer. Das in der Rückrunde nach wie vor ungeschlagene Team erwischte vor 19.100 Zuschauern im Stadion an der Grünwalder Straße einen Start nach Maß und ging bereits in der vierten Minute durch Paul Agostino in Führung. Allerdings versäumten es die Gastgeber, die Führung auszubauen.

Allein Angreifer Michal Kolomaznik vergab insgesamt sieben sehr gute Möglichkeiten zum Teil kläglich. Dies sollte sich rächen, als der eingewechselte Yilmaz Örtülü in der 89. Minute per Weitschuss das 1:1 erzielte, nach dem Torjubel wegen Trikotausziehens aber die Gelb-Rote Karte sah. Auch der Münchner Rodrigo Costa musste wegen Reklamierens mit der "Ampelkarte" vom Platz.

Köln in Unterzahl eiskalt erwischt

Köln gelang in den letzten fünf Partie nur ein Sieg. Vor 10. 000 Zuschauern im ausverkauften Wersestadion erzielte Christian Mikolajczak in der 74. Minute mit einer direkt verwandelten Ecke die Führung für Gastgeber Ahlen, der ab der 53. Minute in Überzahl spielte. FC-Abwehrchef Kostas Konstantinidis war von Schiedsrichter Markus Schmidt aus Stuttgart wegen absichtlichen Handspiels per Gelb-Roter Karte des Feldes verwiesen worden.

Während Ahlen Hoffnung im Abstiegskampf schöpft, verpasste Eintracht Trier einen vorentscheidenden Befreiungsschlag. Die Mannschaft von Trainer Paul Linz unterlag vor heimischer Kulisse Wacker Burghausen 0:2. Vor 5400 Zuschauern sorgte Wacker-Stürmer Stefan Reisinger mit seinem zwölften Saisontor (21.) für die Führung. Im zweiten Abschnitt machte Tom Geißler den Erfolg der Burghausener mit einem sehenswerten "Volley-Hammer" perfekt (74.).

Brehme-Rücktritt mit positivem Effekt

Die SpVgg Unterhaching konnte im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Andreas Brehme die Abstiegsränge verlassen. Die Gastgeber gewannen das Kellerduell gegen den Karlsruher SC 2: 0.

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