Was lange währt, wird endlich gut. Das ist allgemein bekannt. Doch auch schnelle Dinge können positiv ausgehen. Jüngstes Beispiel: Der neue Kabinentrakt in der MSV-Arena, der gegen Ahlen eingeweiht wurde.

Duisburg: Neue Umkleide-Kabinen sorgen für Begeisterung

08. März 2005, 10:15 Uhr

Was lange währt, wird endlich gut. Das ist allgemein bekannt. Doch auch schnelle Dinge können positiv ausgehen. Jüngstes Beispiel: Der neue Kabinentrakt in der MSV-Arena, der gegen Ahlen eingeweiht wurde.

Was lange währt, wird endlich gut. Das ist allgemein bekannt. Doch auch schnelle Dinge können positiv ausgehen. Jüngstes Beispiel: Der neue Kabinentrakt in der MSV-Arena, der gegen Ahlen eingeweiht wurde.

Was nicht nur an den Leistungen der Handwerker liegt, sondern auch an den Darbietungen der Kicker. „Bei einem Sieg über 1860 München wären wir in der alten Kabine geblieben. Bei Fußballern ist schließlich immer etwas Aberglaube dabei“, erklärt Abwehr-Hüne Pavel Drsek mit einem Augenzwinkern. Und zeigt sich begeistert von den neuen Räumlichkeiten. „Zwischen den Umkleiden liegen Welten. Das hat Präsident Walter Hellmich gut gemacht.“

Der Umzug aus den alten Gemäuern hinter der Ost-Tribüne in die edlen Katakomben im Bauch der Sparkassen-Tribüne fand durchweg positive Resonanz beim Team. So auch bei Rob Maas: „Wir haben eine tolle Kabine und ein super Fußballstadion. Der MSV muss sich nicht verstecken. Es ist zwar noch nicht alles endgültig fertig, aber in der neuen Umkleide macht es richtig Spaß.“

Lediglich Thomas Baelum wurde ein wenig sentimental: „Natürlich verfügt die neue Kabine über eine ganz andere Qualität. Aber die alte hatte auch ihren Charme. Dort haben wir viele schöne Erlebnisse gemacht.“ Wobei in Sachen Nostalgie vor allen Dingen Carsten Wolters gefragt ist. Das MSV-Urgestein läuft seit 1996 für die „Zebras“ auf, erlebte noch die Jahre im alten Rund: „Das Wedau-Stadion hat eine gute Zeit gehabt. Aber die Konditionen im neuen Stadion sind einfach bundesligareif. Es ist ein tolles Gefühl, in der Arena zu spielen. Daher trauere ich den vergangenen Tagen auch nicht nach.“

Dass die neue Ära viel mit dem Präsidenten zu tun hat, wissen auch die Spieler. Und scheuen sich nicht, ihren „Boss“ zu loben. „Hut ab, was der Präsident macht. Walter Hellmich will mit diesem Stadion eine Visitenkarte abgeben. Das ist ihm eindrucksvoll gelungen“, strahlt Maas. Auch, weil die Spieler ihre Freiheiten erhalten. „In den letzten Monaten hatte ich im alten Gemäuer 30 Zentimeter Abstand zum Nebenmann, jetzt sind es anderthalb Meter“, zwinkert Drsek. Eine Bitte hat der Tscheche dann aber doch: „Jetzt müssen wir nur noch den Rasen neu machen, dann passt wirklich alles.“

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